Bayerns modernste Bio-Brauerei: Riedenburger setzt auf Energie ohne fossile Brennstoffe
Riedenburger Brauhaus: Modernste Brauerei Europas ohne fossile Energie

In Bayern entsteht derzeit eine der modernsten Brauereien Europas. Die Bio-Brauerei Riedenburger aus dem Landkreis Kelheim setzt ein Vorzeigeprojekt um: ein modernes Brauhaus, das vollständig ohne fossile Energien auskommt. Kürzlich wurden die riesigen Energiespeicher angeliefert und installiert.

Nachhaltigkeit im Fokus

Nachhaltigkeit wird beim Riedenburger Brauhaus von Maximilian Krieger großgeschrieben. Die Brauerei, die seit 1756 in achter Generation besteht, will Bio-Bier brauen – ganz ohne fossile Energien. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde neu gedacht und neu gebaut. Nach eigenen Angaben wird man damit zu einer der modernsten Brauereien Europas. Passend zum Tag des Bieres am 23. April wurden drei großdimensionierte Energiespeicher geliefert und installiert.

Technische Details der Energiespeicher

Das Brauhaus teilt zu diesem Meilenstein mit: Der größte Speicher ist rund zwölf Meter hoch, fasst etwa 55.000 Liter Wasser und kann rund 5.000 Kilowattstunden thermische Energie aufnehmen. Damit lasse sich Wärme in einer Größenordnung speichern, die die Versorgung eines kompletten Produktionstages abbilden kann. Die Speicher werden vor allem dann beladen, wenn ausreichend Strom – größtenteils aus eigener Photovoltaik – zur Verfügung steht, und geben die Energie zeitversetzt im Brauprozess wieder ab.

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Innovative Technologiekombination

Künftig werden verschiedene Technologien in Kombination eingesetzt: die Nutzung von Abwärme, die Speicherung von Energie, Wärmepumpen und die sogenannte Brüdenverdichtung – weltweit erstmalig in dieser Kombination, so das Familienunternehmen. Bereits im Februar waren 18 Biertanks sowie ein Trebersilo eingebaut worden. Die Behälter sind bis zu rund sieben Meter hoch und verfügen über ein Fassungsvermögen von jeweils bis zu 20.000 Litern. Für die Installation brauchte es einen Kran, der sie durch die Dachluke ins Gebäude hob.

Unterstützung von Wirtschaftsministerium und Brauerbund

Das Projekt wird vom Bayerischen Energieforschungsprogramm gefördert. Sowohl das Wirtschaftsministerium von Hubert Aiwanger als auch der Bayerische Brauerbund hatten das Projekt bereits gelobt. Geschäftsführer Maximilian Krieger sagte dazu: Wenn wir hier ein Beispiel sein können, dann sind wir darauf schon stolz. Für uns als ökologischer Betrieb ist es wichtig, dass wir unseren Fußabdruck reduzieren und uns so nachhaltig wie möglich aufstellen. Das Ziel ist, dass wir die fossilen Brennstoffe komplett ersetzen. Nach Auskunft einer Sprecherin soll das Sudhaus am 8. Juni 2026 in Betrieb genommen werden.

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