Ungesicherter Gasgrill: Lieferwagen explodiert in München
Gasgrill-Explosion: Lieferwagen in München zerstört

In der Nacht zum Samstag erschütterte eine gewaltige Explosion den Münchner Stadtteil Milbertshofen. Ein Kleintransporter wurde komplett zerrissen, als ein ungesicherter Gasgrill im Fahrzeug explodierte. Der Vorfall ereignete sich gegen 23:35 Uhr in der Bad-Soden-Straße.

Lieferwagen durch Explosion zerstört

Ein 27-jähriger Mann war gerade dabei, den Peugeot-Kleintransporter rückwärts einzuparken, als es plötzlich krachte. Die Wucht der Detonation riss das Dach des Fahrzeugs komplett ab und schleuderte es etwa zehn Meter weit. Auch die Seitenwände wurden weggerissen, einzelne Teile flogen laut Polizei bis zu 50 Meter weit. Der Rest des Autos ging in Flammen auf; übrig blieb nur das ausgebrannte Chassis. Die Explosion war so heftig, dass eine umherfliegende Biergartengarnitur die Rückenlehne des Beifahrersitzes abrasierte. Trümmerteile beschädigten zudem mehrere geparkte Autos in der Umgebung.

Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr

Zunächst war unklar, ob es sich um eine Autobombe handelte, weshalb rund ein Dutzend Polizeistreifen zum Explosionsort geschickt wurden. Die Feuerwehr löschte den Brand. Bei der Untersuchung des Wracks durch Kriminaltechniker fanden diese einen Gasgrill und eine Propangasflasche. Nach Angaben eines Polizeisprechers war das Ventil nicht zugedreht, und die vorgeschriebene rote Sicherheitskappe über der Ventilvorrichtung fehlte – ohne diese Kappe dürfen Gasflaschen nicht transportiert werden. In der Fahrerkabine entdeckten die Spurensicherungsexperten zudem Zigarettenreste.

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Verletzter wollte nur beim Einparken helfen

Der 27-jährige Serbe, der im Landkreis Starnberg lebt, wurde vom Rettungsdienst verletzt ins Krankenhaus gebracht. Er wollte den Transporter für seine Freundin einparken, als es zur Explosion kam. Die Polizei bestätigte, dass die Explosion zweifelsfrei durch den ungesicherten Gasgrill im Fahrzeug verursacht wurde. Die Ermittlungen dauern an, die genaue Schadenshöhe steht noch nicht fest.

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