Ein 62-jähriger Fahrer eines Vans hat am Mittwoch auf der Strecke zwischen Stralsund und Wismar vermutlich aus gesundheitlichen Gründen mehrere Verkehrsunfälle verursacht. Obwohl er sich den Polizeiangaben zufolge bereits in den Tagen zuvor unwohl gefühlt haben soll, trat der Mann aus Brandenburg gemeinsam mit seiner Ehefrau die Heimreise an. Bereits im Stadtgebiet von Stralsund kam es offenbar zu ersten Problemen mit dem Fahrverhalten.
Verlauf der Fahrt
Mit einem blauen Ford C-Max zunächst auf der B 96 und dann auf der A 20 in Fahrtrichtung Lübeck unterwegs, verpasste der Mann die Abfahrt am Kreuz Rostock zur Weiterfahrt auf die A 19. Während der weiteren Fahrt auf der A 20 kam der 62-Jährige mit dem Wagen mehrfach von der Fahrbahn ab und kollidierte mit verschiedenen Verkehrszeichen. Unter anderem fuhr er in einer Baustelle an der Autobahnraststätte Fuchsberg mehrere Warnbaken um. Zudem stieß er mit Leitplanken zusammen. Auch an der B 96 wurden später Schäden festgestellt, die auf die Fahrweise des Mannes zurückzuführen sein könnten.
Abbruch der Reise in Bobitz
Der 62-Jährige musste schließlich die Tour in Bobitz abbrechen. Als Polizisten aus Wismar nach einem Hinweis der Rettungsleitstelle auf dem Parkplatz in der Ortschaft eintrafen, wurde der Mann bereits durch Rettungskräfte medizinisch versorgt. Er kam zur weiteren Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus.
Ermittlungen und Schadenshöhe
Eine Blutprobe soll laut Polizei jetzt klären, ob möglicherweise Medikamente oder andere Faktoren seine Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt haben. Der Führerschein des Mannes wurde eingezogen. Die Polizei gab den Schaden am Van mit etwa 10.000 Euro an. Details zu weiteren Schadenssummen lagen zunächst nicht vor. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Zeugenaufruf
Wegen möglicher weiterer Unfälle und Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer bittet die Polizei um Mithilfe aus der Bevölkerung. Wer am Mittwoch zwischen 10 und 12 Uhr Beobachtungen wegen eines blauen Ford C-Max auf der Strecke zwischen Stralsund, B 96 und A 20 gemacht hat oder selbst gefährdet wurde, soll sich melden. Möglich ist das bei der Polizei in Wismar unter der Telefonnummer 03841 203-224, über die Onlinewache oder bei jeder anderen Polizeidienststelle.



