Die 15-jährige Aussteigerin der Online-Community „764“ hat ein bewegendes Geständnis abgelegt. In der zweiten Folge des Podcasts „Menschenjagd“ von Roman Höfner, Max Hoppenstedt Heinrichs und Sandra Sperber schildert sie, wie sie aus Einsamkeit in die brutale Szene geriet und schließlich selbst zur Täterin wurde.
Die Anfänge in der Pandemie
Während der Pandemie suchte die Jugendliche online nach Anschluss. Zufällig stieß sie auf die Chats von „764“. Dort herrschten anarchische und brutale Regeln. Unter dem Namen „FMLK“ lernte sie schnell: Wer besonders gewalttätig ist, gewinnt Einfluss. Die Szene dreht sich um extreme Gewalt und Skrupellosigkeit.
Begegnung mit „White Tiger“
In dieser Zeit traf sie auf einen Hamburger Nutzer namens „White Tiger“, der dem inneren Kreis angehören soll. Der Kontakt zu ihm prägte ihre weitere Entwicklung. Die zweite Podcastfolge beleuchtet diese Begegnung und ihre Rolle beim Suizid eines jungen Mannes, der als eines der ersten Todesopfer von „764“ gilt.
Ausstieg und Reue
Inzwischen hat „FMLK“ die Szene verlassen, aber ihre Taten verfolgen sie. „Fünf Minuten Grausamkeit können wie eine lebenslange Strafe sein“, sagt sie heute. Der Podcast warnt eindringlich vor den Gefahren der Szene und bietet Hilfsangebote für Betroffene.
Hilfsangebote
Wenn Sie mit Suizidgedanken kämpfen oder Opfer von Gewalt im Netz wurden, finden Sie Hilfe unter: Telefonhotline 0800 111 0 111, Hilfe nach sexuellem Missbrauch 0800 2255 530 oder online unter u25-deutschland.de.



