In Fuseta an der Algarve ist es wunderschön – aber auch hier lauert das Verbrechen. Das zeigt sich erneut im dritten Fall der Reihe „Lost in Fuseta – Ein Krimi aus Portugal: Weiße Fracht“, der an diesem Samstag (25.4.) in zwei Teilen ab 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird.
Leander Lost und sein besonderes Ermittlungstalent
Leander Lost (Jan Krauter) möchte unbedingt in Portugal bleiben – doch sein Austauschprogramm als Kommissar bei Europol läuft bald ab, und dann müsste er nach Hamburg zurück. Seine beiden Kollegen, die Sub-Inspektoren Graciana Rosado (Eva Meckbach) und Carlos Esteves (Daniel Christensen), wollen das auf keinen Fall, denn sie schätzen seine Arbeit sehr. Auch Gracianas Schwester Soraia (Filipa Areosa) hat ein Auge auf ihn geworfen – einen warmen Kuss mit ihr vergleicht Lost schon mal mit der Gabe eines Kontrastmittels.
Eine Leiche mit Vogelfeder im Auge
Die drei Kollegen entdecken auf einem abgelegenen Hof eine Männerleiche mit einer wachsgetränkten Vogelfeder im linken Auge. Lost denkt sofort an die Sage des Ikarus, nach der jemand das eigene Leben verliert, wenn er sich dem Licht der Wahrheit zu sehr nähert. Kurz darauf wird eine pensionierte und verwitwete Lehrerin getötet, jedoch ohne Feder. Der ehrgeizige Kollege Miguel Duarte (Anton Weil) glaubt an einen Serienmörder und reist nach Sevilla, um dort ähnliche Fälle zu untersuchen.
Spannung, Humor und Lokalkolorit
Regisseur Felix Herzogenrath (50, „Alpentod – Ein Bergland-Krimi“) und Autor Holger Karsten Schmidt (nach seiner eigenen Romanvorlage unter dem Pseudonym Gil Ribeiro) erzählen in ihrem neuesten Fall eine durchweg spannende Geschichte. Sie ist rund um einen erstaunlich feudal im Gefängnis sitzenden Drogenboss und einen hartnäckigen Killer gestrickt und mit viel Schießerei sowie reichlich Lokalkolorit samt schöner Landschaftsaufnahmen gespickt. Aber auch mit vielen Szenen voller absurdem Humor.
Jan Krauter als überzeugender Asperger-Autist
Jan Krauter (41, „Unschuldig – Der Fall Julia B.“) ist in fast jeder Szene zu sehen – und er spielt seine sympathische Figur des Asperger-Autisten wieder fabelhaft. Ständig staunend über das Gebaren seiner Mitmenschen und stets korrekt gekleidet, ist er ein Ermittler mit ganz besonderer Beobachtungs- und Kombinationsgabe und einem fotografischen Gedächtnis. Besonders entlarvend für alle anderen ist der Umstand, dass er nicht lügen kann. Oder wenn er – natürlich im passenden Moment – Allerweltssätze sagt wie „Unkraut vergeht nicht“ oder „Morgen ist auch noch ein Tag“ – was selbstredend immer stimmt.



