Prozess um tödliche E-Roller-Unfälle in Frankfurt gestartet
Prozess um tödliche E-Roller-Unfälle in Frankfurt

Am Landgericht Frankfurt hat der Prozess gegen einen 24-jährigen Mann begonnen, der unter dem Einfluss von Lachgas zwei Brüder auf einem E-Roller getötet und einen weiteren Mann schwer verletzt haben soll. Die Verteidigerin des Angeklagten bezeichnete die Tat als „menschliche Katastrophe“ – sowohl für die Opfer und deren Familien als auch für ihren Mandanten. Er sei ein „ganz normaler junger Mann, der nun im Gefängnis sitzt“. Zum Unfallzeitpunkt habe er sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden und sei nicht Herr seiner Sinne gewesen.

Vorwurf: Versuchter Mord und fahrlässige Tötung

Die Staatsanwaltschaft wirft dem aus Bad Kreuznach stammenden Mann vor, in der Nacht auf den 6. Juli 2025 nach dem Konsum von Lachgas mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch die Frankfurter Innenstadt gefahren zu sein. Dabei sei er von der Fahrspur abgekommen und habe das Gefährt von 23-jährigen Zwillingsbrüdern gerammt, die gemeinsam auf einem E-Roller unterwegs waren. Einer der Brüder starb noch am Unfallort, der andere erlag seinen Verletzungen noch in derselben Nacht im Krankenhaus.

Kurz darauf soll der Angeklagte mit seinem Wagen einen weiteren E-Scooter-Fahrer erfasst haben. Der 27-Jährige wurde durch den Aufprall mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe geschleudert und blieb etwa 70 Meter lang auf der Motorhaube liegen. Er erlitt schwerste Verletzungen. Der Unfallfahrer flüchtete vom Tatort.

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Prozessdauer und weiterer Verlauf

Die Schwurgerichtskammer hat den Prozess bis Mitte September angesetzt. Der Angeklagte muss sich unter anderem wegen versuchten Mordes und fahrlässiger Tötung verantworten. Das Gericht wird in den kommenden Wochen die genauen Umstände des Unfalls sowie den psychischen Zustand des Fahrers zum Tatzeitpunkt klären müssen.

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