Nach der verheerenden Erdbeben-Katastrophe in Venezuela gibt es weiterhin keine Hinweise auf deutsche Opfer. Das bestätigte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. Demnach haben sich eine niedrige dreistellige Zahl deutscher Staatsbürger in die Krisenvorsorgeliste des Ministeriums eingetragen. Wie viele Deutsche tatsächlich in dem südamerikanischen Land sind, bleibt unklar, da für sie keine Meldepflicht besteht.
Zahl der Opfer steigt weiter
Bei zwei schweren Beben kamen in Venezuela nach offiziellen Angaben mindestens 1.450 Menschen ums Leben. Zehntausende werden noch vermisst. Die Rettungsarbeiten laufen auf Hochtouren, doch die Lage ist angespannt.
Deutsche Hilfsteams im Einsatz
Nach Regierungsangaben sind in Venezuela bereits zwei deutsche Such- und Rettungsteams aktiv: eines vom Technischen Hilfswerk (THW) und eines von der deutschen Organisation @fire. Zudem bereitet sich ein medizinisches Notfallteam der Johanniter auf seinen Einsatz vor, um Verletzte vor Ort mit dem Nötigsten zu versorgen.
Luftwaffe errichtet Basis auf Aruba
Um Personal und Hilfsgüter ins Katastrophengebiet zu bringen, hat die deutsche Luftwaffe eine temporäre Basis auf der Karibikinsel Aruba errichtet, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Seit Freitag seien bereits fünf Flugzeuge gestartet, weitere Hilfsflüge sind in Planung.
Die Bundesregierung steht in engem Kontakt mit den venezolanischen Behörden und koordiniert die Hilfsmaßnahmen. Die genaue Zahl der Deutschen in Venezuela bleibt jedoch ungewiss, da keine Meldepflicht besteht.



