Scheidungszahl 2025 gestiegen: 130.100 Ehen vor Gericht beendet
Scheidungszahl 2025 gestiegen: 130.100 Ehen beendet

Im Jahr 2025 haben sich in Deutschland rund 130.100 Paare scheiden lassen – ein Anstieg von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit endeten durchschnittlich 14 Jahre und 7 Monate Ehe vor dem Richter. Langfristig bleibt der Trend jedoch rückläufig: Gegenüber dem Höchststand von 2003 sank die Zahl der Scheidungen um 39,2 Prozent. 2023 war ein Rekordtief erreicht worden, seither steigt die Zahl wieder leicht.

Heiratszahlen auf historischem Tiefstand

Parallel dazu gaben sich 2025 nur 348.800 Paare das Jawort – so wenige wie seit 1950 nicht mehr. Das entspricht einem Rückgang von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und von 8,9 Prozent im Vergleich zu 2003. Rund 339.900 Ehen wurden zwischen Mann und Frau geschlossen, 8.900 zwischen Personen gleichen Geschlechts. Gleichgeschlechtliche Paare können seit 2017 heiraten; ihr Anteil an den Scheidungen lag 2025 bei 1,3 Prozent (rund 1.700), ein Anstieg von zehn Prozent zum Vorjahr.

Immer mehr Spätscheidungen

Rund 16 Prozent der Paare ließen sich im Jahr der Silberhochzeit oder später scheiden – in den 1990er Jahren lag dieser Anteil noch unter elf Prozent. Die durchschnittliche Ehedauer vor der Scheidung betrug 14 Jahre und 7 Monate. Etwa 113.400 minderjährige Kinder waren von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. Bei etwas mehr als der Hälfte der Trennungen (51,7 Prozent) lebten minderjährige Kinder im Haushalt. Davon hatten 47,6 Prozent ein Kind, 40,5 Prozent zwei Kinder und 11,9 Prozent drei oder mehr Kinder. Der Anteil der Scheidungen mit einem Kind nimmt langfristig ab, während der mit zwei oder mehr Kindern zunimmt.

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Zustimmung und Alleingänge

Rund 90 Prozent der Scheidungsanträge wurden mit Zustimmung des Ehepartners gestellt. 5,8 Prozent reichten den Antrag gemeinsam ein. In 4,1 Prozent der Fälle stimmte der Partner nicht zu. Die meisten Scheidungen wurden damit einvernehmlich vollzogen. „Der Trend zu einvernehmlichen Scheidungen setzt sich fort“, so das Statistische Bundesamt.

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