München – Der FC Bayern München wird die Kaufoption für Stürmer Nicolas Jackson nicht ziehen. Das bestätigte Sportvorstand Max Eberl am Samstag im ZDF-„Sportstudio“. Der 24-jährige Senegalese war zu Saisonbeginn für ein Jahr vom FC Chelsea ausgeliehen worden, um als Backup für Torjäger Harry Kane zu dienen. Die Kaufoption in Höhe von 65 Millionen Euro wäre bei mindestens 40 Startelfeinsätzen verpflichtend gewesen – eine Marke, die Jackson deutlich verfehlt hat.
Eberl: „Kaufoption wird nicht greifen“
„Die Kaufoption für Nicolas wird nicht greifen, weil er die dafür nötige Zahl von Einsätzen nicht erreichen wird“, erklärte Eberl. „Daher wird es auch darauf hinauslaufen, dass wir die Möglichkeit einer festen Verpflichtung nicht nutzen.“ Jackson kam in der laufenden Saison auf 29 Pflichtspieleinsätze, wurde jedoch 16 Mal eingewechselt. Erst am Samstag hatte er beim spektakulären 4:3-Auswärtssieg gegen den FSV Mainz 05 mit seinem Tor zum 1:3 die Aufholjagd der Münchner eingeleitet.
Hoeneß hatte Klausel verraten
Bereits im Herbst hatte Ehrenpräsident Uli Hoeneß die Bedingungen für eine Kaufpflicht öffentlich gemacht: Jackson hätte in mindestens 40 Partien in der Startelf stehen müssen. Diese Klausel war offenbar bewusst hoch angesetzt, um eine automatische Verpflichtung zu vermeiden. Die Leihgebühr für den Angreifer betrug 16,5 Millionen Euro.
Jackson, der vom FC Chelsea nach München kam, konnte sich nicht dauerhaft als Stammkraft durchsetzen. Trainer Vincent Kompany setzte meist auf Harry Kane als zentrale Spitze, sodass Jackson vor allem als Einwechselspieler zum Zug kam. Sein Berater Ali Barat hatte zuletzt betont, dass eine Entscheidung über die Zukunft erst nach Saisonende fallen werde.
Mit dem Verzicht auf Jackson spart der FC Bayern nicht nur die Ablösesumme, sondern auch das Gehalt des Senegalesen. Die Münchner planen nun, im Sommer erneut auf dem Transfermarkt aktiv zu werden, um einen weiteren Stürmer zu verpflichten. Namen wie Fisnik Asllani von der TSG Hoffenheim wurden bereits gehandelt.



