Die Kosten für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 steigen erneut um mehrere Milliarden Euro. Das geht aus Informationen des SPIEGEL hervor. Bereits jetzt ist das Projekt mit rund 11,5 Milliarden Euro veranschlagt, doch nun kommen weitere Milliarden hinzu. Die genaue Summe ist noch nicht bekannt, aber Insider sprechen von einem deutlichen Anstieg.
Eröffnung erneut verschoben
Erst vor wenigen Wochen wurde die Eröffnung des neuen Stuttgarter Tiefbahnhofs erneut verschoben. Statt wie geplant 2025 soll der Bahnhof nun frühestens 2026 in Betrieb gehen. Die Gründe dafür sind unter anderem technische Probleme und Verzögerungen bei den Bauarbeiten. Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Fertigstellung zu erreichen, aber die Komplexität des Projekts erfordert zusätzliche Zeit.“
Kostenexplosion belastet Steuerzahler
Die Kostensteigerung bei Stuttgart 21 ist ein weiterer Rückschlag für das Projekt, das seit Jahren in der Kritik steht. Ursprünglich war das Projekt mit 4,5 Milliarden Euro veranschlagt, doch die Kosten haben sich mehr als verdoppelt. Die Mehrkosten werden vor allem von der öffentlichen Hand getragen, also von Steuerzahlern. Kritiker fordern einen Baustopp, doch die Befürworter halten an dem Projekt fest.
Auswirkungen auf den Bahnverkehr
Die Verzögerung und Kostensteigerung haben auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr in der Region Stuttgart. Der alte Kopfbahnhof bleibt länger in Betrieb, was zu Einschränkungen führt. Die Deutsche Bahn verspricht jedoch, dass der neue Tiefbahnhof nach Fertigstellung eine deutliche Verbesserung bringen wird: mehr Kapazität, kürzere Reisezeiten und eine bessere Anbindung an den Nah- und Fernverkehr.
Ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Baden-Württemberg betonte: „Wir stehen zu dem Projekt, aber die Kosten müssen transparent und nachvollziehbar sein. Wir erwarten von der Bahn, dass sie die Mehrkosten genau begründet.“



