Der Mai bringt zahlreiche Änderungen mit sich, die den Geldbeutel vieler Deutscher entlasten können. Ob an der Tankstelle, im Berufsleben oder bei der Familienplanung – es lohnt sich, einen genauen Blick auf die neuen Regelungen zu werfen.
Spritpreise sinken um bis zu 17 Cent pro Liter
Die Bundesregierung senkt für die Monate Mai und Juni die Energiesteuer auf Benzin und Diesel. Dies könnte den Preis an der Zapfsäule um bis zu 17 Cent pro Liter reduzieren. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die Mineralölkonzerne diesen Vorteil vollständig an die Verbraucher weitergeben. Erfahrungsgemäß bleibt ein Teil der Entlastung bei den Unternehmen hängen. Die Preise werden voraussichtlich in der Nacht zum 1. Mai fallen, etwa gegen Mitternacht.
So viel können Sie sparen
- 4 Liter (Moped): 0,68 Euro
- 10 Liter (Motorrad): 1,70 Euro
- 35 Liter (Kleinfahrzeug): 5,95 Euro
- 80 Liter (größeres Fahrzeug): 13,60 Euro
Mehr Geld für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst
Beamte, Richter und Soldaten profitieren ab Mai von neuen Gehaltstabellen. Hintergrund ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das eine teilweise zu niedrige Bezahlung festgestellt hatte. Besonders in den unteren und mittleren Besoldungsgruppen gibt es deutliche Steigerungen.
Konkrete Beispiele
- Polizist (Besoldungsgruppe A7/A8): Je nach Familienstand sind mehrere hundert Euro mehr im Monat möglich.
- Lehrer (A12/A13): Zuschläge für Beamte mit Kindern wurden neu berechnet, Familien profitieren besonders.
- Feuerwehrmann (A5/A6): Mindestens 300 Euro zusätzlich im Monat, abhängig vom Familienstand.
Auch die mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen erhalten ab Mai rund 2,8 Prozent mehr Gehalt.
Staatliche Förderung für E-Autos: Bis zu 6000 Euro
Wer sich ein neues Elektroauto zulegt, kann mit staatlicher Unterstützung rechnen. Das Förderprogramm gilt rückwirkend für alle Zulassungen seit Jahresbeginn. Die Fördersumme liegt je nach Modell und persönlicher Situation zwischen 1500 und 6000 Euro. Allerdings ist das Online-Portal für die Antragstellung noch nicht verfügbar; das Bundesumweltministerium rechnet mit einem Start im Mai. Es gelten Einkommensgrenzen: Ohne Kinder liegt das maximale Jahreseinkommen bei 80.000 Euro, mit zwei Kindern bei 90.000 Euro.
Mehr Datenzugriff bei Behörden
Ab Mai wird der Datenaustausch zwischen Behörden ausgeweitet, um Bürokratie abzubauen und Prozesse zu beschleunigen. Behörden dürfen künftig in bestimmten Fällen auf die Steuer-ID von Ehepartnern oder Kindern zugreifen – etwa bei Ummeldungen, Anträgen oder digitalen Selbstauskünften. Grundlage ist das Registermodernisierungsgesetz von 2021. Ab 1. Mai 2026 werden einzelne Regelungen aus der entsprechenden Verordnung des Bundesministeriums des Innern und für Heimat umgesetzt. Die Steuer-ID wird schrittweise zu einem einheitlichen Schlüssel für Behörden, sodass Bürger nicht immer wieder dieselben Angaben machen müssen.
Neugeborenen-Screening wird erweitert
Ab dem 15. Mai werden Babys auf weitere Krankheiten getestet. Neu hinzu kommen die Früherkennung eines Vitamin-B12-Mangels sowie der seltenen Stoffwechselstörungen Homocystinurie, Propionazidämie und Methylmalonazidurie. Ziel ist es, gefährliche angeborene Stoffwechselkrankheiten sowie Störungen von Blut und Immunsystem möglichst früh zu erkennen.



