Berlin – Ein geheimer Olympia-Plan sorgt für Aufsehen. Die Hauptstadt will die Sommerspiele nach Deutschland holen – in zehn, vierzehn oder achtzehn Jahren. Eine langsam ansteigende Fußgängerrampe über das Brandenburger Tor soll die Hauptattraktion werden. Diese Steigung ist auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Das geht aus exklusiven Informationen hervor, die bislang nur wenigen bekannt waren.
Berliner Olympia-Plan: Rampe am Brandenburger Tor
Die Idee: Sportler und Besucher sollen über eine Brücke direkt auf das Brandenburger Tor spazieren und der Quadriga auf Augenhöhe begegnen. Dies soll einen Gänsehaut-Moment erzeugen. Sportsenatorin Iris Spranger (64, SPD) und der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) wollen den Plan am Dienstag präsentieren. Das Brandenburger Tor ist ein weltweites Symbol der Freiheit und soll zum Herzstück der Olympischen Spiele werden.
Ringe überall in der Stadt
Überdimensionale Olympia-Ringe in Blau, Schwarz, Rot, Gelb und Grün sollen an vielen Orten zu sehen sein: am Flughafen BER, an U-Bahn-Linien, um Brücken und auf dem Wasser. Auch der Fernsehturm wird mit Ringen geschmückt – aus markenrechtlichen Gründen vorerst nur mit vier statt fünf Ringen. Die Ringe symbolisieren die fünf Kontinente: Europa, Afrika, Amerika, Asien und Australien. Berlin soll zur Hauptstadt der Ringe werden.
Eröffnungsfeier auf dem Tempelhofer Feld
Die Eröffnungsfeier ist auf dem Tempelhofer Feld geplant, neben dem stillgelegten Zentralflughafen. Dieser Ort verband Berlin vor mehr als 100 Jahren erstmals mit der Welt und war im Kalten Krieg die Brücke in die Freiheit. Eine Zuschauerpyramide in Goldfarbe soll entstehen. Der rund 20 Kilometer lange Olympische Weg verbindet das Olympiastadion mit dem Brandenburger Tor und umrundet die Siegessäule im Tiergarten. Auch der Weg soll in Gold eingefärbt werden.
Bewerbung für Olympische Spiele
Berlins 250-seitige Bewerbung enthält die Finanzierung, ein Olympisches Dorf für 16.000 Athleten und Offizielle sowie Austragungsstätten für 58 Sportarten inklusive der Paralympics. Wettkämpfe sollen auch im Umland, in Leipzig und in Mecklenburg-Vorpommern stattfinden, etwa das Segeln in Rostock-Warnemünde. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 26. September, welche Stadt den Zuschlag erhält. Ob die Spiele 2036, 2040 oder 2044 stattfinden, ist noch offen. Auch die endgültige Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) steht aus.
Zustimmung in Umfragen
Positive Referenden in München, in den beteiligten NRW-Städten und eine deutliche Zustimmung von 60 Prozent in einer Berlin-Umfrage zeigen die Unterstützung in den konkurrierenden Regionen. Hamburg stimmt Ende des Monats ab. Bis zum 4. Juni um 23.59 Uhr müssen die Bewerber ihre Unterlagen beim DOSB online einreichen.
Olympischer Weg und weitere Attraktionen
Der goldgelbe Olympische Weg führt mitten durch die Hauptstadt. Eine Zuschauerpyramide am Rand des Tempelhofer Feldes ist geplant, wo auch die Eröffnungsfeier stattfinden soll. Die Freifläche ist größer als das Fürstentum Monaco. Ein Zug auf der Hochbahnstrecke mitten durch die Ringe am Gleisdreieck ist ebenfalls Teil der Vision. Berlin träumt von den Ringen – und arbeitet intensiv daran, diesen Traum zu verwirklichen.



