Die AfD hat den Protest von 67 Kultureinrichtungen, vorwiegend aus Sachsen-Anhalt, gegen ihr Wahlprogramm scharf angegriffen. In einer Pressemitteilung äußerte sich die Partei zu der Stellungnahme der Kulturbetriebe, die sich gegen die geplante „patriotische Wende“ in der Kulturpolitik wenden.
Hintergrund des Protests
Die Kultureinrichtungen hatten sich dem Protest angeschlossen, der sich gegen die Pläne der AfD richtet. Im Wahlprogramm der Partei ist unter anderem von einer „Identitätsstörung“ die Rede, die durch eine „selbstbewusste deutsche Identität“ überwunden werden solle. Die Kulturbetriebe sehen darin eine Gefahr für die Vielfalt und Offenheit der Kulturlandschaft.
Reaktion der AfD
Hans-Thomas Tillschneider, kulturpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, lobte hingegen die Einrichtungen, die sich nicht an dem Protest beteiligt haben. Er kritisierte die protestierenden Betriebe scharf und warf ihnen vor, sich gegen eine notwendige Neuausrichtung der Kulturpolitik zu stellen. Die AfD wolle eine Kultur fördern, die die deutsche Identität stärke und sich gegen „politisch korrekte“ Einflüsse wehre.
Die Debatte zeigt die tiefe Kluft zwischen der AfD und weiten Teilen der Kulturszene. Während die Partei auf eine nationale Wende setzt, betonen die Kulturbetriebe die Bedeutung von künstlerischer Freiheit und gesellschaftlicher Vielfalt. Der Konflikt dürfte sich im Vorfeld der nächsten Landtagswahl weiter verschärfen.



