Stage als Trumpf: Werder wie die „Raupe Nimmersatt“
Der Däne Jens Stage ist für einen Mittelfeldspieler enorm torgefährlich. Zehn Treffer in der vergangenen Saison, jetzt schon wieder neun: Stage ist für Werder Bremen ein echter Trumpf im Abstiegskampf. Im Nordderby gegen den Hamburger SV (3:1) wurde der 29-Jährige zum Helden – und soll nun auch im schweren Auswärtsspiel beim erneuten Pokalfinalisten VfB Stuttgart am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) vorangehen.
Dass Stage in dieser Woche reduziert trainierte, hat keine Auswirkungen auf seine Einsatzchancen. „Wir wollen ihn in optimaler Verfassung sehen“, sagte Trainer Daniel Thioune zur Belastungssteuerung des Dänen, der mit seiner Effizienz im Abschluss sogar frühere Vereinsgrößen in den Schatten stellen könnte. Eine zweistellige Trefferanzahl in aufeinanderfolgenden Saisons schafften legendäre Bremer Mittelfeldspieler wie Andreas Herzog oder Johan Micoud nicht.
Kampf um den Klassenerhalt
Noch wichtiger als Stages Quote werden seinem Coach weitere Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sein. Trotz des Erfolgs vom vergangenen Samstag ist die Situation für Werder weiter alles andere als entspannt. Fünf Punkte trennen die Hanseaten vom FC St. Pauli, der Relegationsplatz 16 belegt.
„Der Druck ist nicht geringer geworden, er ist einfach anhaltend“, sagte Thioune, der auf der Pressekonferenz gefragt wurde, mit welchem Tier er seine Mannschaft in der aktuellen Situation vergleichen würde. Er entschied sich für die „Raupe Nimmersatt“. „Eine hungrige Raupe, die dann vielleicht am 34. Spieltag ein schöner Schmetterling ist“, sagte Thioune. Dann wäre der Klassenerhalt geschafft.



