Trump sagt angekündigte Angriffe auf Iran ab
US-Präsident Donald Trump hat die für heute Nacht angekündigten Militärangriffe auf Iran überraschend abgesagt. Als Grund nannte er Fortschritte bei den Verhandlungen mit Teheran. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, dass die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran auf die höchste Führungsebene gebracht und dort gebilligt worden seien. Daher habe er als Präsident der Vereinigten Staaten die geplanten Luftangriffe und Bombardements gegen Iran abgesagt.
Trump betonte, dass sowohl die Grundausrichtung als auch die Details des Abkommens von allen beteiligten Parteien gebilligt worden seien. Zustimmung signalisierten demnach Israel, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, die Türkei, Pakistan, Bahrain, Kuwait, Jordanien und Ägypten. Die Seeblockade bleibe jedoch bis zum Abschluss der Transaktion in vollem Umfang in Kraft. Zeit und Ort der Unterzeichnung würden in Kürze bekannt gegeben.
Die Kehrtwende kommt nur wenige Stunden, nachdem Trump Iran mit harten Angriffen gedroht hatte. Zuvor hatte er angekündigt, dass die USA die iranische Insel Charg sowie weitere Teile der Ölinfrastruktur einnehmen und die vollständige Kontrolle über die iranischen Öl- und Gasmärkte übernehmen würden. Nun scheint der US-Präsident einen anderen Kurs einzuschlagen.
Hintergrund des Konflikts
Anfang April war eine Waffenruhe in dem seit vier Monaten andauernden Konflikt vereinbart worden. Trotzdem kam es in den vergangenen Tagen zu heftigen Angriffen. Am Wochenende beschossen sich Iran und Israel gegenseitig, in der Nacht zu Mittwoch und Donnerstag attackierten sich Iran und die USA. Das US-Militär hatte in der Nacht eine neue Reihe von Angriffen auf Ziele in Iran gestartet und dies als weitere Schläge der Selbstverteidigung bezeichnet.
Die plötzliche Absage der Angriffe durch Trump markiert eine überraschende Wende in der eskalierenden Auseinandersetzung. Beobachter werten dies als Zeichen für ernsthafte diplomatische Bemühungen, den Konflikt zu deeskalieren. Ob die Verhandlungen tatsächlich zu einem dauerhaften Abkommen führen, bleibt abzuwarten.



