Explosion in Monaco: Ukrainischer Unternehmer verletzt, Verdächtiger flieht
Explosion in Monaco: Unternehmer verletzt, Flüchtiger gesucht

Eine heftige Explosion hat am Dienstagabend den Eingang eines Wohngebäudes in Monaco erschüttert. Dabei wurden drei Menschen verletzt, zwei von ihnen lebensbedrohlich. Nach Medienberichten soll einer der verletzten ein ukrainischer Immobilienunternehmer sein, der zu den reichsten Geschäftsleuten des Landes zählt. Auch eine Frau und ein Jugendlicher erlitten Verletzungen. Offizielle Stellen bestätigten die Identitäten zunächst nicht.

Details zur Explosion und den Opfern

Die Explosion ereignete sich gegen 21.00 Uhr am Place du Canton, nahe der Grenze zu Frankreich. Der monegassische Staatsminister Christophe Mirmand bestätigte, dass drei Verletzte in Krankenhäuser gebracht wurden. „Ein Ereignis dieser Art hat sich im Fürstentum noch nie ereignet“, sagte Mirmand dem französischen Sender BFMTV. Ob es sich um einen Anschlag handelte, ließ er offen. Neben den drei Schwerverletzten erlitten weitere Personen Schnittverletzungen und Schocks.

Verdächtiger auf der Flucht

Laut BFMTV und der Regionalzeitung „Monaco-Matin“ detonierte ein Sprengstoffpaket. Überwachungskameras filmten eine Person, die kurz vor der Explosion einen Rucksack abstellte und dann floh. Die verdächtige Person ist auf der Flucht und soll zu Fuß in Richtung der französischen Stadt Beausoleil gelaufen sein. Die Polizei fahndet nach einem Mann mit einem dunklen Hut, der auf den Kamerabildern zu sehen ist.

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Großer Rettungseinsatz und internationale Zusammenarbeit

Rund 50 Feuerwehrleute und mehr als 80 Polizeibeamte waren im Einsatz. Französische Rettungskräfte trafen als Verstärkung ein, und es wurde eine polizeiliche Zusammenarbeit zur Fahndung nach dem Täter eingerichtet. Fürst Albert II. von Monaco bezeichnete die „kriminelle Explosion“ als „Schock für die gesamte monegassische Gemeinschaft“. Er schrieb in einer Mitteilung, dass alle staatlichen Dienste mobilisiert seien, in enger Zusammenarbeit mit den französischen Behörden. „Wir vertrauen darauf, dass sie die Umstände dieser Tragödie so schnell wie möglich aufklären, die Verantwortlichen identifizieren und auf allen Ebenen die notwendigen Antworten liefern werden“, so der Fürst.

Reaktionen aus Frankreich

Der Bürgermeister von Nizza, Éric Ciotti, bezeichnete den Vorfall auf der Plattform X als „Anschlag“ und sprach von einer „Tragödie, die Monaco erschüttert“. Er bekundete volle Unterstützung für die Sicherheits- und Rettungskräfte. Die Ermittlungen dauern an.

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