Fusion-Festival nach Waldbrand-Unterbrechung wieder gestartet
Fusion-Festival nach Waldbrand-Unterbrechung wieder gestartet

Das Fusion-Festival an der Mecklenburgischen Seenplatte ist nach einer zweistündigen Unterbrechung aufgrund eines Waldbrandes in der Nähe des Geländes wieder gestartet. Die Veranstalter gaben gegen 20:50 Uhr Entwarnung und öffneten das Gelände erneut für die Besucher. Die Evakuierung verlief nach Angaben der Organisatoren „reibungslos“.

Brandgeruch und Rauchsäulen am Himmel

Kurz vor 19:00 Uhr waren am Donnerstagabend Rauchsäulen am Himmel zu sehen, mehrere Feuerwehrautos fuhren mit Blaulicht und Martinshorn über das Gelände. Brandgeruch lag in der Luft. Die Musik wurde abgestellt, und die Besucher wurden per Durchsage aufgefordert, sich zu einer Landebahn auf dem ehemaligen sowjetischen Militärflugplatz zu begeben.

Ein Teil der Festivalgäste verließ das Gelände mit Autos und Fahrrädern, der Großteil lief zur Landebahn. Die Stimmung blieb ruhig, obwohl es vorübergehend zu Staus auf den Zufahrtsstraßen kam. Die Feuerwehr bestätigte, dass das Feuer im nördlichen Bereich des Festivalgeländes ausgebrochen war, jedoch nie eine unmittelbare Gefahr für das Festival bestand. „Es gab zu keinem Zeitpunkt einen Brand auf dem Festival und auch ein Überspringen des Feuers auf das Fusion-Gelände war ausgeschlossen“, teilten die Veranstalter mit.

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Festivalbetrieb läuft wieder

Um 20:50 Uhr gab die Feuerwehr das Gelände frei. Die Besucher kehrten zurück, und der Betrieb wurde wieder aufgenommen. Auf einer Straße in Lärz war per Durchsage zu hören: „Das Feuer ist gelöscht!“ Die dort wartenden Festivalgäste rollten allmählich in ihren Autos zurück Richtung Festivalgelände. Das Fusion-Festival hatte am Mittwoch begonnen und dauert planmäßig bis Sonntag. Die Veranstalter vom Verein Kulturkosmos Müritz erwarten rund 65.000 Besucher.

Hintergrund: Fusion-Festival und weitere Brände in der Region

Seit Mittwochmorgen hatten sich die Zeltplätze auf dem Gelände des jährlich veranstalteten Fusion-Festivals gut gefüllt. Auf rund 40 Bühnen und Spielstätten verbindet das Festival Techno, Rock, Pop und viele andere Musikstile mit Theater und politischer Bildung. Noch bis Sonntag sollen mehr als 3.300 Künstlerinnen und Künstler auftreten. 2027 legt die Fusion eine Pause ein, 2028 soll das Festival wieder ausgetragen werden.

In Mecklenburg-Vorpommern wütete bei hochsommerlichen Temperaturen ein weiterer Brand im selben Landkreis. Auf einem ehemaligen sowjetischen Panzerschießplatz bei Neustrelitz breitete sich ein Großfeuer weiter aus. Nach Angaben der Feuerwehr handelt es sich um einen der größten Brände der letzten Jahre in der Region.

Der Deutsche Wetterdienst hatte für die kommenden Tage weiter hochsommerliche Temperaturen vorhergesagt. Am Wochenende erwarten die Meteorologen zwischen 36 und 39 Grad.

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