Zietzschmann beendet Amtszeit 2028
Andrea Zietzschmann, seit 2017 Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker, wird ihren im August 2028 auslaufenden Vertrag nicht ein drittes Mal verlängern. Das gab die Senatskulturverwaltung am Montag bekannt. Zietzschmann begründet den Schritt mit dem Wunsch, nach elf Jahren einen neuen Weg einzuschlagen. Zudem stehe die für 2032 geplante Generalsanierung der Philharmonie bevor, die eine langfristig eingearbeitete Intendanz erfordere.
Wechsel soll Sanierungsprojekt erleichtern
„Nach dann elf Jahren wird es für mich 2028 an der Zeit sein, einen neuen Weg zu gehen. Die für 2032 anstehende Generalsanierung der Philharmonie wird zudem eine Intendanz erfordern, die gut in die Materie eingearbeitet ist und dieses anspruchsvolle Projekt langfristig begleitet. Der von mir gewählte Zeitpunkt für einen Wechsel soll hierzu beitragen“, so Zietzschmann. Sie betonte, sich bis dahin weiterhin mit aller Kraft für das Orchester und die Institution einsetzen zu wollen.
Kultursenator Stefan Evers (CDU) äußerte Bedauern über die Entscheidung: „Seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2017 prägt Andrea Zietzschmann die Stiftung Berliner Philharmoniker mit außergewöhnlicher strategischer Kompetenz. Sie hat die internationale Vernetzung dieser Institution deutlich gestärkt und die Philharmonie Berlin mit viel Leidenschaft und Energie für neue Publikumsschichten geöffnet.“
Chefdirigent und Orchester danken Zietzschmann
Chefdirigent Kirill Petrenko lobte Zietzschmanns Arbeit: Sie habe „souverän auf die so oft und schnell wechselnden politischen Verhältnisse reagiert“. Er sei ihr zu größtem Dank verpflichtet und wünsche ihr für die Zukunft nur das Allerbeste. Auch der Orchestervorstand sprach seinen Dank aus. Zietzschmanns Vertrag läuft noch bis August 2028, die Suche nach einer Nachfolge wird voraussichtlich in den kommenden Jahren beginnen.



