Minsk-Direktorin über Kentridge-Skulptur: „Wir wollen mit der Stadt im Austausch sein“
Minsk-Direktorin über Kentridge-Skulptur: Austausch mit Stadt

Einweihung der Kentridge-Skulptur in Potsdam

Am Freitag wird am Leipziger Dreieck in Potsdam die neue Bronzeskulptur des südafrikanischen Künstlers William Kentridge feierlich eingeweiht. Die Arbeit trägt den Titel „Apron“ und ist eine überdimensionale Schürze, die an ein Megafon erinnert. Das Kunsthaus Minsk, das die Skulptur nach Potsdam holte, möchte damit ein Zeichen für den Dialog mit der Stadt setzen.

Ein Gespräch mit Direktorin Anna Schneider

Im Interview mit dem Tagesspiegel erläutert Minsk-Direktorin Anna Schneider die Beweggründe für die Installation. Auf die Frage, ob das Kunsthaus mit dem überdimensionalen Megafon in die Stadt hineinschreie, antwortet sie: „Ich hoffe, wir schreien nicht. (lacht) Aber wir haben natürlich schon den Wunsch, mit der Stadt in einem fruchtbaren Austausch zu sein, der sich aus den Themen speist, mit denen wir uns auseinandersetzen: Kunst aus der ehemaligen DDR, die Geschichte des Brauhausberges. Aber eben auch internationale Kunst, die wir nach Potsdam bringen. Themen, die aktuell sind – sowohl aus ihren historischen Bedingungen heraus als auch in ihrer Wichtigkeit für die Zukunft.“

Die Bedeutung der Skulptur „Apron“

Die Skulptur „Apron“ ist mehr als nur ein Kunstwerk im öffentlichen Raum. Schneider betont, dass das Haus eine lange Geschichte als Ort der Begegnung habe. „Insofern ist die Skulptur für uns auch ein Symbol für die Bedeutung eines aktiven Austauschs.“ Die Arbeit von Kentridge, einem der renommiertesten zeitgenössischen Künstler, thematisiert unter anderem die Verflechtungen von Arbeit, Geschichte und Identität. Die Schürze als Alltagsgegenstand wird hier zum Monument und lädt zur Reflexion ein.

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Kunst als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft

Das Kunsthaus Minsk, das in einem ehemaligen DDR-Plattenbau untergebracht ist, versteht sich als Ort der Auseinandersetzung mit der ostdeutschen Kunstgeschichte und zugleich als Plattform für internationale Gegenwartskunst. Mit der Kentridge-Skulptur werde diese doppelte Ausrichtung sichtbar: „Wir wollen mit der Stadt im Austausch sein“, so Schneider. Die Skulptur solle Passanten anziehen und zum Nachdenken anregen – über Kunst, Geschichte und die Rolle des öffentlichen Raums.

Einweihungsfeierlichkeiten am Freitag

Die offizielle Einweihung findet am Freitag am Leipziger Dreieck statt. Interessierte sind eingeladen, die Skulptur zu besichtigen und mehr über ihre Hintergründe zu erfahren. Das Kunsthaus Minsk hofft, dass „Apron“ zu einem neuen Wahrzeichen Potsdams wird und den Dialog zwischen Kunst und Stadtgesellschaft belebt.

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