Kelbra/MZ. - Die Schlagzeile „Ärger um Baumfällung am Gymnasium“ hatte Jens Peter im Februar schwer getroffen. Am Schulteil Kelbra waren damals drei große Fichten gefällt worden – aus Sicherheitsgründen, wie die Schulleitung betonte. Große Äste waren abgebrochen, und einer der Bäume hatte sich zur Seite geneigt. Dennoch löste die Fällung in der Kelbraer Bevölkerung großen Unmut aus.
Große Pflanzaktion als Antwort
Nun setzt das Scholl-Gymnasium ein Zeichen: Mit einer groß angelegten Pflanzaktion wird doppelt und dreifach Ersatz geschaffen. Unter der Leitung von Chris Bergmann brachten Schüler und Helfer unter anderem einen Speierling in die Erde. Die Aktion fand auf dem Schulgelände statt und stieß auf große Beteiligung.
Hintergrund der Fällung
Die drei Fichten waren zuvor von einem Gutachter als nicht mehr standsicher eingestuft worden. Die Schulleitung hatte die Fällung angeordnet, um Gefahren für Schüler und Lehrkräfte auszuschließen. Trotz der nachvollziehbaren Sicherheitsgründe war der Ärger in der Gemeinde groß, da die Bäume das Schulbild jahrzehntelang geprägt hatten.
Nachhaltige Neupflanzung
Mit der aktuellen Pflanzaktion will die Schule nicht nur die Baumlücke schließen, sondern auch ein Zeichen für Nachhaltigkeit setzen. Die neuen Bäume sind standortgerecht und robuster als die alten Fichten. Die Schulgemeinschaft hofft, dass die Aktion den Ärger über die Fällung lindern und gleichzeitig das Bewusstsein für den Wert von Stadtbäumen stärken kann.
Schulleiter Jens Peter zeigte sich erleichtert über den positiven Verlauf der Aktion. „Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen sich engagieren. Die neuen Bäume werden das Schulgelände für die nächsten Generationen prägen“, sagte er.



