Mini-Klimakonferenz: Neue Allianz ohne die Mächtigen
Mini-Klimakonferenz: Neue Allianz ohne die Mächtigen

Mini-Klimakonferenz in Kolumbien: Eine Koalition der Willigen – aber ohne die Mächtigen

Mehr als 50 Staaten haben sich in Kolumbien getroffen, um ihre Abhängigkeit von Öl, Gas und Kohle zu beenden. Die neue Klimaallianz weckt hohe Erwartungen, hat aber gleich mehrere Haken. Warum sie trotzdem etwas bewegen könnte. Eine Analyse von Susanne Götze.

In der kolumbianischen Stadt Santa Marta fand die erste Fossile Ausstiegskonferenz statt. Vertreter aus über 50 Ländern kamen zusammen, um eine Koalition der Willigen zu bilden. Ziel ist es, den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu beschleunigen und die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Doch die großen Emittenten wie die USA, China und Indien fehlten. Die Allianz besteht hauptsächlich aus kleineren und mittleren Staaten, die jedoch gemeinsam einen signifikanten Teil der globalen Emissionen ausmachen.

Die Konferenz endete mit einer gemeinsamen Erklärung, in der die Teilnehmer versprachen, ihre nationalen Klimaziele zu verschärfen und konkrete Maßnahmen zur Reduzierung der fossilen Brennstoffe zu ergreifen. Kritiker bemängeln jedoch, dass die Erklärung rechtlich nicht bindend ist und keine konkreten Zeitpläne enthält. Zudem fehlen finanzielle Zusagen für den Übergang zu erneuerbaren Energien in Entwicklungsländern.

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Dennoch sehen Experten in der Initiative einen wichtigen Schritt. Sie könnte als Vorbild für künftige Klimakonferenzen dienen und den Druck auf die großen Emittenten erhöhen. Die Allianz plant, regelmäßig zusammenzukommen und ihre Fortschritte zu überprüfen. Ob dies ausreicht, um die Klimakrise zu bewältigen, bleibt abzuwarten. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die Koalition der Willigen tatsächlich etwas bewegen kann oder ob sie nur ein weiteres Symbol bleibt.

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