Schwanen-Rückkehr scheitert: Anderes Paar besetzt Teich
Schwanen-Rückkehr scheitert: Anderes Paar besetzt Teich

Rottleberode/MZ. - Was für ein Happy-End hätte das sein können! Das Schwanenjunge, das im Vorjahr auf dem Weg vom Rottleberöder Schlossteich in Richtung Kelbra verloren ging, sollte nun zurückkehren. So hatten es der örtliche Geschichts- und Traditionsverein, mehrere Helfer und Jenny Richter von der Wildtier-Auffangstation in Oberbösa (Kyffhäuserkreis) geplant.

Die dramatische Rettung im Vorjahr

Im vergangenen Jahr war ein junger Schwan auf dem Weg vom Schlossteich in Rottleberode in Richtung Kelbra verschwunden. Der Geschichts- und Traditionsverein und viele ehrenamtliche Helfer starteten daraufhin eine aufwendige Suchaktion. Schließlich konnte der Schwan gerettet werden und wurde in die Obhut der Wildtier-Auffangstation in Oberbösa gegeben, wo er liebevoll gepflegt wurde.

Die geplante Rückkehr

Nach seiner Genesung sollte der Schwan, liebevoll „Schwani“ genannt, gemeinsam mit seinem Partner Olli nach Rottleberode zurückgebracht werden. Das Team um Jenny Richter bereitete alles für die Auswilderung vor. Die Vorfreude war groß, denn die Rückkehr des geretteten Tieres wäre ein Symbol für den Erfolg des ehrenamtlichen Einsatzes gewesen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Das Scheitern der Aktion

Doch als die Helfer am Schlossteich ankamen, war ein anderes Schwanenpaar bereits eingezogen. Dieses Paar hatte den Teich besetzt und zeigte sich äußerst aggressiv gegenüber den Neuankömmlingen. Ein friedliches Zusammenleben war nicht möglich. Die geplante Rückkehr von Schwani und Olli musste daher abgesagt werden. „Wir sind sehr enttäuscht, aber die Sicherheit der Tiere geht vor“, erklärte ein Sprecher des Geschichts- und Traditionsvereins.

Reaktionen und Ausblick

Die Helfer und der Verein sind betrübt, aber nicht entmutigt. Man werde nun nach einem alternativen Gewässer für Schwani und Olli suchen, wo sie ungestört leben können. Jenny Richter von der Wildtier-Auffangstation betont: „Wir geben nicht auf. Die beiden sollen ein schönes Zuhause finden.“

Der Vorfall zeigt, wie schwierig die Wiedereingewöhnung von Wildtieren sein kann. Dennoch bleibt der Einsatz der Ehrenamtlichen bemerkenswert. Die Gemeinde Rottleberode hofft, dass Schwani und Olli bald einen neuen, sicheren Lebensraum finden werden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration