Klimawandel: Jugendliche sorgen sich weniger, trotz extremer Wetter
Klimawandel: Jugendliche sorgen sich weniger

Berlin - Das Thema Klimawandel verliert bei Jugendlichen in Deutschland an Bedeutung. Laut einer repräsentativen Befragung des Sinus-Instituts im Auftrag der Krankenkasse Barmer, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, halten 2025 nur noch rund vier von zehn Jugendlichen das Thema für sehr wichtig. 2021 waren es noch etwa sechs von zehn. Gleichzeitig stieg der Anteil derjenigen, die das Thema als unwichtig bewerten, von 9 Prozent (2021) auf 17 Prozent (2025).

Weniger Angst vor dem Klimawandel

Die große Angst vor dem Klimawandel ist unter Jugendlichen seltener geworden: 2025 gab knapp ein Drittel der Jugendlichen (31 Prozent) an, persönlich große Angst vor dem Klimawandel zu haben. 2021 waren es noch 39 Prozent. Gleichzeitig gaben 22 Prozent an, keine Angst zu haben (2021: 14 Prozent). Fast die Hälfte (47 Prozent) beschrieb gemischte Gefühle – unverändert zu 2021.

Studie und Hintergrund

Für die Studie wurden zwischen dem 16. Oktober und dem 20. November bundesweit online 2.000 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren befragt. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Rückgang der Besorgnis, obwohl die Klimakrise in Europa immer sichtbarer wird. Der Kontinent heizt sich seit den 1980er Jahren doppelt so schnell auf wie die Welt im Durchschnitt, so die Chefin der Weltwetterorganisation, Celeste Saulo. Europa erlebte 2025 unter anderem einen enormen Rückgang der Schnee- und Eisbedeckung, Dürren, Hitzewellen, Waldbrände und Meereserwärmung – vieles davon auf Rekordniveau.

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Die Gründe für den Sinneswandel sind vielschichtig. Möglicherweise haben andere Themen wie Kriege, Inflation oder soziale Unsicherheiten die Aufmerksamkeit der Jugendlichen verschoben. Auch eine gewisse Klimamüdigkeit könnte eine Rolle spielen. Dennoch bleibt der Klimawandel eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, und die aktuellen Extremwetterereignisse zeigen die Dringlichkeit des Handelns.

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