Die Funke Mediengruppe stellt in der Podcast-Reihe „KI Köpfe“ die Frage, ob klassische Websites und Apps im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz überflüssig werden. Dr. Paul Elvers diskutiert mit Felix van de Sand, Gründer und CEO der Agentur COBE, über die Zukunft digitaler Produkte und die Rolle von User Experience.
KI verändert die Art der Nutzung digitaler Produkte
Mit dem Aufkommen von KI-Agenten wie ChatGPT, Perplexity und anderen verändert sich grundlegend, wie Menschen suchen, kaufen und digitale Produkte nutzen. Felix van de Sand betont, dass klassische Interfaces nicht mehr die alleinige Rolle spielen: „Wenn KI-Agenten immer mehr Aufgaben übernehmen, stellt sich die Frage, ob es klassische Websites und Apps in Zukunft überhaupt noch braucht.“ Aus seiner Perspektive als Produkt- und UX-Experte sieht er jedoch, dass gute User Experience ein entscheidender Wettbewerbsvorteil bleibt.
Marken müssen auch im KI-Zeitalter erkennbar bleiben
Ein zentraler Punkt der Diskussion ist die Sichtbarkeit von Marken in KI-Interfaces. Felix van de Sand erklärt: „Marken müssen auch in ChatGPT, Perplexity und anderen KI-Interfaces erkennbar bleiben, sonst verlieren sie ihre Identität.“ Hyperpersonalisierung werde dabei immer wichtiger, um digitale Produkte an die individuellen Bedürfnisse der Nutzer anzupassen. COBE setzt KI bereits heute in Design- und Entwicklungsprozessen ein, um bessere digitale Erlebnisse zu schaffen.
Vibe Coding als Werkzeug, nicht als Ersatz
Ein weiteres Thema ist „Vibe Coding“, eine Methode, bei der KI beim Prototyping hilft. Van de Sand warnt jedoch: „Vibe Coding ersetzt keine starke User Experience. Es ist ein Werkzeug für schnelle Prototypen, aber die bewusste Gestaltung durch Menschen bleibt unverzichtbar.“ Trotz aller Automatisierung brauche es weiterhin Menschen, die Produkte bewusst gestalten und auf die Bedürfnisse der Nutzer eingehen.
Die Zukunft der User Experience
Die Podcast-Folge zeigt, dass KI nicht das Ende von Websites und Apps bedeutet, sondern deren Weiterentwicklung. Felix van de Sand fasst zusammen: „Gute User Experience wird auch im KI-Zeitalter ein entscheidender Faktor sein – sie ist mehr als nur funktionierender Code.“ Unternehmen, die frühzeitig auf KI setzen und ihre digitalen Produkte anpassen, können sich einen Wettbewerbsvorteil sichern.



