Skisprung-Legende Malysz löst Beben in Polen aus
Malysz verzichtet auf Kandidatur im Skisprungverband

Skisprung-Legende löst Beben in Polen aus

Im polnischen Skisprungverband verzichtet Adam Malysz auf eine Kandidatur für den Vorstandsposten. Das dürfte auch Konsequenzen für Ex-Bundestrainer Stefan Horngacher haben.

Das Durcheinander im polnischen Skisprungverband geht weiter. Denn Skisprung-Legende Adam Malysz, Verbandschef der Organisation, hat nun nach vier Jahren an der Spitze seinen Rückzug angekündigt.

„Meine Vorstellung davon, wie die Zukunft aussehen soll, stimmt nicht mit der des Vorstands überein, daher lautet meine Entscheidung: Nein, ich werde nicht zur Wiederwahl antreten“, erklärte der 48-Jährige dem polnischen Fernsehsender Polsat.

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Skisprung-Legende zieht drastische Konsequenzen

Völlig überraschend kommt die Entscheidung des viermaligen Weltmeisters indes nicht: Malysz war 2022 ins Amt gewählt worden, hatte sich zuletzt jedoch wiederholt über unzureichende Rahmenbedingungen im Verband beklagt. Nicht zuletzt verkam die Debatte um Ex-DSV-Bundestrainer Stefan Horngacher zum Politikum in Polen.

Denn Malysz wollte den Österreicher, dessen Tätigkeit in Deutschland nach der vergangenen Saison endete, wohl als neuen Sportdirektor im polnischen Verband installieren. Doch damit stieß er zunächst auf wenig Entgegenkommen, die Entscheidung wurde vertagt.

Skispringen: Horngacher-Zukunft weiter offen

In der Folge keimten auch Gerüchte auf, Malysz selbst könnte nach seinem Abschied aus dem Präsidium doch selbst Sportdirektor werden. „Darüber habe ich noch nicht nachgedacht“, kommentierte der Pole dies zurückhaltend. „Wir haben noch viel zu tun, vor allem wichtige Verträge, die unterzeichnet werden müssen“. Er habe „seine eigenen Pläne für die Zukunft“, betonte Malysz.

Ob und wie Horngacher nun noch eine Zukunft im polnischen Skispringen hat, scheint nach dem Rückzug von Malysz völlig offen. Auch Gerüchte, der 56-Jährige könnte den umstrittenen Nationaltrainer Maciej Maciusiak ablösen, liefen ins Leere. So sitzt Horngacher weiter auf heißen Kohlen. Über ihn soll final erst nach der Vorstandswahl Mitte Juni entschieden werden, heißt es von Polsat. Adam Malysz wird sich dort jedenfalls nicht aufstellen lassen.

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