Skisprung-Trainer bricht Schweigen
Igor Medved, der langjährige Trainer der finnischen Skispringer, hat nach seinem Rausschmiss bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien erstmals ausführlich Stellung genommen. Der 45-jährige Slowene war nach einem Alkoholvorfall vom finnischen Skiverband nach Hause geschickt worden. Wenige Wochen später gab der Verband bekannt, dass sein Vertrag nicht verlängert werde. Nun äußerte sich Medved in einem Interview mit der slowenischen Sportzeitung Ekipa zu den Vorwürfen und seiner Entlassung.
Medved zeigt Reue und bittet um Vergebung
In dem Gespräch zeigte sich Medved reumütig: „Ich habe einen Fehler gemacht, für den ich mich entschuldigt habe. Es passierte nicht während meiner Arbeitszeit und ich habe niemandem geschadet.“ Die Entscheidung des finnischen Verbandes wollte er nicht bewerten: „Ob die Entscheidung zu hart war oder nicht, ist ihr Urteil. Natürlich tut es mir leid, dass es dazu gekommen ist.“ Bereits kurz nach seiner Suspendierung hatte Medved um Verzeihung gebeten und sich in einer Pressemitteilung beim gesamten finnischen Team, den Athleten und den Fans entschuldigt. Laut finnischen Medien hatte er den Olympiasieg seines Landsmanns Domen Prevc im Quartier der Slowenen zu ausgelassen gefeiert.
Medved kritisiert falsche Berichterstattung
Der Slowene prangerte die aus seiner Sicht verzerrte mediale Darstellung an: „Leider habe ich viele Dinge über mich gelesen, die nicht wahr sind. Aber darüber möchte ich lieber nicht mehr sprechen.“ Finnische Medien hatten nach dem Vorfall berichtet, Medved habe während der Winterspiele „möglicherweise mehrere Tage unter Alkoholeinfluss gestanden“. Zudem wurden ihm weitere Alkohol-Exzesse vor dem Großereignis nachgesagt. Medved wehrte sich gegen diese Darstellung und betonte, dass die Berichterstattung nicht der Wahrheit entspreche.
Berufliche Zukunft noch ungewiss
Medveds berufliche Zukunft bleibt vorerst offen, aber er deutete an, dass es bereits Gespräche gebe: „Ich habe zwei gesunde Arme und Beine und mein Kopf sitzt an der richtigen Stelle. Also werde ich in der Lage sein, meinen Platz zu finden. Es gab einige Gespräche, aber nichts ist in den letzten Zügen.“ Ein Engagement außerhalb des Skisprung-Zirkus sei für ihn ebenfalls denkbar: „Ich kann in meinem Leben immer noch etwas anderes machen, als Skispringer zu trainieren.“ Der langjährige Trainer, der die finnische Mannschaft über Jahre geprägt hatte, zeigte sich zuversichtlich, einen neuen Weg zu finden, sei es im Skisprung-Sport oder in einer anderen Branche.



