Berlin – 2026 feiert die Lufthansa ihr hundertjähriges Jubiläum. Bis heute versteht sich die Airline als Aushängeschild der deutschen Luftfahrtindustrie, als der ganze Stolz eines Landes über den Wolken – und als bewusstes Gegenmodell zu den „Billigfliegern“ um Ryanair. Eine neue Regelung für Passagiere wirkt jedoch wie vom großen Konkurrenten abgekupfert. Reisende müssen sich bereits in wenigen Tagen umstellen.
Neue Handgepäckregelung ab 19. Mai
Ab 19. Mai gilt auf vielen Lufthansa-Flügen: Ein kleiner Koffer oder ein größeres Handgepäckstück ist im Standard-Flugticket nicht mehr enthalten. Die Passagiere müssen mit einem kleinen Rucksack oder etwa einer Laptop-Tasche vorliebnehmen. Damit orientiert sich Deutschlands größte Fluggesellschaft augenscheinlich am irischen Billigflieger Ryanair, wo im „Basic“-Tarif bereits seit 2018 nur noch ein kleines Gepäckstück erlaubt ist.
Diese Tarife sollten Sie kennen
Doch aufgepasst: Obwohl die Änderung erst im Mai in Kraft tritt und laut Lufthansa „schrittweise und auf ausgewählten Strecken“ eingeführt wird, sind bereits Buchungen ab dem 28. April für Reisen ab dem oben genannten Datum betroffen. Dafür hat die Airline einen neuen Tarif mit dem Namen „Economy Basic“ geschaffen. Nicht nur der Name erinnert an Ryanair. Mit der Änderung dürfte die Lufthansa auch versuchen, eine ähnliche Klientel anzusprechen – preisbewusste Kunden auf der Kurzstrecke.
Die neuen Tarife der Standard-Klasse im Überblick
- Economy Basic (neu): Ein kleiner, persönlicher Gegenstand (z. B. Laptop-Tasche) darf als Handgepäck mitgenommen werden, keine Umbuchung des Fluges möglich.
- Economy Light: Größeres Handgepäckstück bzw. kleiner Koffer (55 × 40 × 23 Zentimeter) erlaubt. Gegen Gebühr kann der Flug umgebucht werden.
- Economy Classic: Erlaubt ist nicht nur ein Handgepäckstück, Passagiere dürfen zusätzlich auch ein Gepäckstück aufgeben.
- Economy Flex: Reisende können ihre Flüge darüber hinaus kostenlos umbuchen.
Neben der Lufthansa betrifft die neue Regel auch Passagiere der zahlreichen Tochter-Gesellschaften – etwa Austrian Airlines, Air Dolomiti und Swiss. Auch dort gilt dann: Wer mit größerem Gepäck reist, zahlt extra.



