Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit, und plötzlich kracht es. Am Mittwoch, dem 22. April, kurz vor 13 Uhr, ereignete sich in der Banzkower Straße in Plate nahe dem Supermarktparkplatz ein Verkehrsunfall, der nun ein juristisches Nachspiel hat.
Unfall ohne Verletzte, doch später zeigt sich Brisanz
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei missachtete ein 47-jähriger Autofahrer die Vorfahrt und stieß mit einem anderen Verkehrsteilnehmer zusammen. Beide Fahrzeuge wurden dabei beschädigt, es entstand Sachschaden. Verletzt wurde nach bisherigen Angaben niemand, doch die eigentliche Brisanz zeigte sich erst wenig später.
1,6 Promille: Blutentnahme soll Verdacht bestätigen
Die alarmierten Beamten stellten bei dem mutmaßlichen Unfallverursacher einen Atemalkoholwert von 1,6 Promille fest. Ein Wert, der deutlich über der erlaubten Grenze liegt und Konsequenzen nach sich zieht. Der Mann wurde daraufhin zur Blutentnahme in ein Krankenhaus gebracht, um den genauen Blutalkoholwert zu bestimmen.
„Gegen ihn wird jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt“, erklärte Polizeisprecher Felix Zgonine. Für den 47-jährigen polnischen Staatsbürger endete die Fahrt an Ort und Stelle: Die Weiterfahrt in Deutschland wurde ihm untersagt.
Fahrverbot nur in Deutschland, Führerschein bleibt
Seinen Führerschein allerdings durfte der Mann behalten. „Den Führerschein haben wir nicht eingezogen, da der Mann polnischer Staatsbürger ist. Wir konnten nur ein Fahrverbot in Deutschland aussprechen. In seinem Heimatland kann er weiter fahren“, so der Sprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust. Die Ermittlungen dauern an.



