Im Rennen um die Champions League benötigt RB Leipzig auch am Freitagabend (20.30 Uhr) im Heimspiel gegen Union Berlin eine Glanzleistung von Yan Diomande. Der 19-jährige Ivorer hat sich mit einer beeindruckenden Debütsaison in der Bundesliga (zwölf Tore, sieben Assists) in die Notizblöcke der internationalen Topklubs gespielt. Mit der Elfenbeinküste trifft er in der WM-Vorrunde auf Deutschland.
Heißer Poker um Diomande
Leipzig möchte Diomande, dessen Vertrag bis 2030 läuft, mindestens noch eine Saison halten – vorausgesetzt, es kommt kein unmoralisches Angebot. Intern schwindet jedoch der Glaube daran, denn Diomande ist schlicht zu gut. Die Ablösesumme liegt bei mindestens 100 Millionen Euro.
Seine neue Agentur „Roc Nation“, die ihn Anfang Februar übernommen hat, ist bereits aktiv. Nach Informationen von BILD gab es Treffen mit den besonders interessierten Vereinen Liverpool und Paris Saint-Germain. Bei RB Leipzig selbst ist bislang noch kein konkretes Angebot eingegangen. Die Spur zu Manchester United ist derzeit kalt – Priorität hat dort die Verpflichtung eines Nachfolgers für Mittelfeldspieler Casemiro (33).
Mögliches Modell: Leihe oder später Wechsel
Denkbar ist ein Modell, bei dem ein Klub Diomande jetzt zu einem etwas niedrigeren Preis (mindestens jedoch 100 Millionen Euro) sichert, ihn aber erst im kommenden Jahr bekommt. RB hätte so noch eine Saison mit ihm – idealerweise in der Champions League.
Eine Vertragsverlängerung ist nach BILD-Infos frühestens im Sommer ein Thema – und nur dann, wenn Diomande überhaupt bleibt. Aktuell würde davon vor allem seine Beraterseite profitieren, ohne dass ein Verbleib garantiert wäre.
Personelle Situation vor dem Union-Spiel
Das Hinspiel ging mit 1:3 verloren. Am Freitagabend will RB Leipzig Revanche nehmen. Personell gibt es Licht und Schatten: Willi Orban ist nach seiner Muskelverletzung wieder voll einsatzfähig, Xaver Schlager kehrt nach abgesessener Gelbsperre zurück. Dafür fehlt Castello Lukeba erneut mit Adduktorenproblemen. Kapitän David Raum muss wegen Leistenproblemen pausieren. Ebenfalls fehlen Ezechiel Banzuzi (Kapselverletzung), Suleman Sani (Muskelverletzung) und Leopold Zingerle (Handverletzung). Im Tor bleibt Maarten Vandevoordt, der genesene Peter Gulacsi sitzt auf der Bank.



