Das Tennisturnier in Bad Homburg endete mit einem vorzeitigen Finale: Die viermalige Grand-Slam-Siegerin Naomi Osaka gab nach 46 Minuten beim Stand von 6:1, 1:0 für ihre Gegnerin Karolína Muchová aus Tschechien wegen Fußproblemen auf. Die Zuschauer in der hessischen Kurstadt sahen ein von Beginn an einseitiges Endspiel, das Muchová nach Belieben dominierte.
Verletzungspause und Aufgabe von Osaka
Beim Stand von 0:3 im ersten Satz nahm Osaka eine Verletzungspause, um sich am rechten Fuß behandeln zu lassen. Die 28-Jährige konnte zunächst weitermachen, gab aber nach dem ersten Spiel des zweiten Durchgangs auf – auch, um ihren Start beim am Montag beginnenden Rasenklassiker in Wimbledon nicht zu gefährden. „Sehr schade, dass Naomi aufgegeben hat, weil wir alle sehr auf das Finale hingefiebert haben. Aber das ist Sport. Und das muss man akzeptieren“, sagte Turnier-Sportdirektorin Angelique Kerber, die vor einer Woche in einem Showmatch gegen ihre Freundin Ana Ivanović ihren Abschied gefeiert hatte.
Muchová holt Titel und Selbstvertrauen
Muchová, die 29-jährige French-Open-Finalistin von 2023, erhielt durch den Turniersieg mehr als 161.000 Euro und 500 Weltranglistenpunkte. Es ist ihr dritter Karrieretitel auf der WTA-Tour. „Der Sieg gibt mir viel Selbstvertrauen für Wimbledon“, sagte Muchová. Wegen der Hitzewelle wurde das Endspiel am Samstag um zweieinhalb Stunden vorverlegt.
Mit Eva Lys war lediglich eine deutsche Spielerin in Bad Homburg am Start. Die Hamburgerin verlor ihre Auftaktpartie gegen die US-Amerikanerin Emma Navarro in zwei Sätzen. Muchová, die nicht als Rasenspezialistin gilt, trifft in Wimbledon zum Auftakt auf die Russin Anastasia Sacharowa. In den vergangenen vier Jahren war die Weltranglistenelfte jeweils in der ersten Runde in London gescheitert.



