Deutschland blamiert sich: 1:4 gegen Ecuador – Neuer enttäuscht
Deutschland blamiert sich: 1:4 gegen Ecuador

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat sich am Freitagabend in einem Testspiel gegen Ecuador blamiert. Vor dem Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft erlebte die DFB-Elf eine Bruchlandung und unterlag mit 1:4 (1:2). Es sah aus wie in den schwachen Jahren 2018 und 2022, als Deutschland jeweils in der Vorrunde ausschied.

Frühe Führung und schnelle Wende

Die Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick startete vielversprechend. Leroy Sané erzielte in der 12. Minute nach einem Fehler der ecuadorianischen Abwehr das 1:0. Es war ein geschenktes Tor, das jedoch bedeutungslos blieb. Ecuador drehte die Partie noch vor der Pause: Enner Valencia glich in der 28. Minute aus, und Pervis Estupiñán traf in der 41. Minute zur Führung.

In der zweiten Halbzeit dominierte Ecuador das Geschehen. Gonzalo Plata erhöhte in der 62. Minute auf 3:1, und Moisés Caicedo sorgte in der 78. Minute mit einem Foulelfmeter für den 4:1-Endstand. Die deutsche Abwehr wirkte überfordert, und Torwart Manuel Neuer stand am Ende bei vier Gegentoren und nur einer Parade – eine enttäuschende Bilanz für den langjährigen Kapitän.

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Ecuadors Trainer rettet seinen Job

Für Ecuadors Trainer Gustavo Alfaro war der Sieg von großer Bedeutung. Nach zuvor schwachen Ergebnissen stand er unter Druck. „Dieser Sieg gibt uns Auftrieb und sichert meine Position“, sagte Alfaro nach dem Spiel. „Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie mit den Besten mithalten kann.“

Die DFB-Elf hingegen muss sich scharfe Kritik gefallen lassen. Die Leistung erinnerte an die enttäuschenden Auftritte bei den Weltmeisterschaften 2018 in Russland und 2022 in Katar, als Deutschland jeweils in der Vorrunde scheiterte. „Wir haben heute nicht das gezeigt, was wir uns vorgenommen haben“, räumte Bundestrainer Flick ein. „Die Fehler müssen wir schnell abstellen, sonst wird es bei der WM schwer.“

Statistik spricht Bände

Die Statistik untermauert die schwache Vorstellung: Ecuador hatte 14 Torschüsse, Deutschland nur sechs. Die Passquote der Deutschen lag bei 82 Prozent, während Ecuador auf 86 Prozent kam. Besonders auffällig war die mangelnde Chancenverwertung der deutschen Offensive. „Wir haben uns zu wenig belohnt“, analysierte Mittelfeldspieler Joshua Kimmich. „Ecuador war einfach effektiver.“

Manuel Neuer, der seinen 117. Länderspieleinsatz absolvierte, zeigte sich frustriert. „Vier Gegentore sind natürlich zu viel. Wir müssen in der Defensive stabiler stehen und als Team besser arbeiten“, sagte der Torwart. „Die WM rückt näher, und wir müssen uns steigern.“

Ausblick auf die WM

Das Spiel gegen Ecuador war der letzte Test vor der Abreise zur Weltmeisterschaft in Katar. Die DFB-Elf trifft im Sechzehntelfinale auf Japan. Sollte die Mannschaft ihre Leistung nicht deutlich verbessern, droht ein weiteres frühes Aus. „Wir müssen aus diesem Spiel lernen“, forderte Flick. „Die Zeit drängt, aber ich bin überzeugt, dass die Mannschaft die richtige Reaktion zeigen wird.“

Die Fans zeigten sich enttäuscht. In den sozialen Netzwerken wurde die Leistung scharf kritisiert. Viele fordern personelle Konsequenzen. Die Verantwortlichen um DFB-Präsident Bernd Neuendorf stehen vor der Herausforderung, die Mannschaft rechtzeitig in Form zu bringen.

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