Im Sechzehntelfinale der Fußball-WM 2026 trifft die deutsche Nationalmannschaft als Gruppensieger auf Paraguay. Bundestrainer Julian Nagelsmann überrascht mit einer Systemumstellung auf 4-4-2: Deniz Undav ersetzt Jamal Musiala in der Startelf und bildet mit Kai Havertz eine Doppelspitze. Zudem kehrt Nathaniel Brown links in der Defensive zurück und verdrängt David Raum.
Nagelsmann begründet Umstellung
Bei MagentaTV erklärte Nagelsmann seine Entscheidung: „Durch eine zweite Spitze haben wir vorne mehr Präsenz und können die Bälle da reinspielen. Und Deniz hat es auch verdient.“ Auf die Frage nach Joshua Kimmichs Position und Aleksandar Pavlovic sagte er: „Wir diskutieren immer alles. Aber wir müssen Pavlo schon Vertrauen schenken. Die letzten beiden Spiele waren nicht topp, aber er hat einen schweren Stand gehabt. Er hat auf jeden Fall ein Riesenpotenzial.“
Druck nach Ecuador-Niederlage
Nach der 1:2-Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador ist die Stimmung in Deutschland gedämpft. Trotz zehn erzielter Tore in der Vorrunde – der höchste Wert aller Teams – und dem vorzeitigen Gruppensieg herrscht Weltuntergangsstimmung. Manuel Neuer habe an Aura verloren, die Abwehr sei international nicht konkurrenzfähig, Joshua Kimmich gehöre ins Mittelfeld, und Jamal Musiala sowie Florian Wirtz würden abtauchen, wenn es weh tue. Der „Kicker“ betonte, ein Aus im Sechzehntelfinale sei genauso enttäuschend wie das Scheitern in den Vorrunden 2018 und 2022.
Außenminister tippt auf deutschen Sieg
Außenminister Johann Wadephul (CDU) tippte am Rande eines Besuchs in Washington auf einen 3:1-Sieg der DFB-Elf. „Wir drücken unseren Jungs heute Abend die Daumen“, sagte er. „Die Sportbegeisterung, die wir sehen, sollte uns alle anstecken. Fußball ist ein verbindender Sport über Generationen, Kontinente und Ländergrenzen hinweg.“
Paraguay als unangenehmer Gegner
Paraguay gilt als zweikampfstark, aber offensiv weniger beeindruckend als Ecuador. Historisch hat Deutschland positive Erfahrungen: Rudi Völler erinnert sich an frühere Spiele. Die Südamerikaner belegten in ihrer Gruppe den dritten Platz und wollen das Unmögliche möglich machen.
Fans in Berlin gespannt
In der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg versammelten sich zahlreiche Fans zum Public Viewing. David, ein Fan, sagte: „Undav in der Startelf ist genau die richtige Entscheidung. Irgendwie muss der Bundestrainer es schaffen, die zwei besten Stürmer in die Startelf zu kriegen – das sind nun mal Undav und Havertz.“
Brasilien mit Last-Minute-Sieg
Parallel besiegte Brasilien Japan mit 2:1 durch ein Tor von Gabriel Martinelli in der fünften Minute der Nachspielzeit. Japan war durch Kaishu Sano (1. FSV Mainz 05) in Führung gegangen. Brasilien trifft nun auf den Sieger der Partie Norwegen gegen die Elfenbeinküste.



