Ein Sonderbeauftragter von US-Präsident Donald Trump will offenbar das iranische Team bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 durch Italien ersetzen. Italien hatte sich in der Qualifikation nicht durchsetzen können, während Iran sich qualifizierte. Die WM wird in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen.
Paolo Zampollis Vorstoß
Paolo Zampolli, ein Trump-Vertrauter, bestätigte der Financial Times, dass er Trump und Fifa-Präsident Gianni Infantino vorgeschlagen habe, Italien anstelle von Iran zur WM zu schicken. Zampolli, der italienischer Abstammung ist, bezeichnete dies als persönlichen Traum: Italien, viermaliger Weltmeister, verdiene aufgrund seiner Reputation eine Teilnahme. Der Vorstoß soll auch politische Motive haben: Trump möchte offenbar sein angespanntes Verhältnis zu Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verbessern, das zuletzt durch gegenseitige Kritik belastet war.
Infantino bekräftigt Irans Teilnahme
Fifa-Präsident Gianni Infantino stellte jedoch klar, dass Iran definitiv an der WM teilnehmen werde. Auf dem Invest in America Forum des Senders CNBC sagte er: „Die iranische Mannschaft kommt ganz sicher.“ Irans Teilnahme war zuvor wegen des Konflikts mit den USA infrage gestellt worden. Die drei Vorrundenspiele Irans gegen Belgien, Neuseeland und Ägypten sind in Seattle und nahe Los Angeles geplant. Ein Wunsch Irans, die Spiele nach Mexiko zu verlegen, wurde von der Fifa abgelehnt.
Vorbereitungen laufen
Der iranische Fußballverband hat unterdessen mit den Vorbereitungen begonnen. Ein erstes Trainingslager mit 30 vorläufigen Spielern findet in Teheran statt. Am 6. Mai reist das Team in die Türkei, wo es vier Vorbereitungsspiele bestreiten wird, unter anderem gegen Spanien. Anschließend geht es in die USA. Verbandschef Mehdi Tadsch betonte: „Stand jetzt nehmen wir teil.“ Sollte es jedoch zu einem erneuten Kriegsausbruch kommen, werde die Politik über die Teilnahme entscheiden.
Die WM-Endrunde beginnt am 11. Juni und endet am 19. Juli. Italien bleibt indes nur die Zuschauerrolle – ein Muster, das sich seit Jahren wiederholt. Der italienische Fußball leidet unter einem Mangel an Top-Stürmern und auch in der Abwehr gibt es Defizite. Die Prognosen für die Zukunft sind düster.



