Die Fußballer des SV Siedenbollentin werden in der Oberliga immer mehr zu Remis-Spezialisten. Das 1:1 gegen TUS Makkabi Berlin war bereits das achte Unentschieden in dieser Saison. Nur Dynamo Schwerin hat mit zehn Unentschieden mehr vorzuweisen.
Für den Aufsteiger war es zugleich das dritte Spiel in Serie ohne Niederlage. Abdoul Karim Soumah brachte die Berliner mit einem sehenswerten Tor in Führung (49. Minute). Nur acht Minuten später gelang Tom Kliefoth nach einer starken Vorarbeit von Daniel Eidtner der Ausgleich.
Trainer Haker: „Zwei verschenkte Punkte“
Siedenbollentins Trainer Christoph Haker zeigte sich mit dem Ergebnis unzufrieden. „Wir haben sicherlich nicht unser bestes Spiel gezeigt, aber wir müssen einfach mehr Tore schießen“, sagte er. „Wir hatten die Mehrzahl an Chancen, von daher sind es zwei verschenkte Punkte.“
Bereits nach drei Minuten hatten Lukas Knechtel und Jakub Klimko zwei Top-Möglichkeiten. Lukas Möller (27.), Knechtel (36.) und Tom Selchow (37.) ließen im ersten Abschnitt vor 120 Zuschauern im Reuter-Sportpark weitere Chancen liegen.
Ben Tiede trifft die Latte
Die Gäste spielten gut mit, blieben aber zunächst ohne Torgefahr. Allerdings nutzten sie ihre erste große Chance zur Führung, bei der die Bolle-Defensive jedoch Pate stand. „Wir müssen in der Szene den Ball schon im Mittelfeld klären, das war wieder ärgerlich“, so Haker.
Nach der Pause entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, da auch die Berliner gefährlicher agierten. Die besseren Chancen besaß jedoch weiterhin Siedenbollentin. Daniel Eidtner verfehlte das Tor nach einem Solo nur knapp (66.), Ben Tiede traf mit einem Freistoß die Latte, den Nachschuss setzte Klimko über das Tor (73.), und auch Tim Kortüms Distanzschuss strich über das Makkabi-Gehäuse (83.). „Wir haben zumindest einen Punkt geholt, aber zufrieden sein können wir nicht“, sagte Christoph Haker.
Die letzten Tormöglichkeiten hatten dann die Gäste durch den eingewechselten Kevin Jessie Coleman, der zweimal an Torhüter Paul Krause scheiterte (87., 90.+3).
Ausblick: Nächster Gegner ist Tabellenschlusslicht
Am kommenden Sonntag geht es für den SVS zum Tabellenschlusslicht Viktoria Berlin. Trainer Haker hofft, dass dort der eine oder andere Spieler wieder dabei sein kann. Gegen TUS Makkabi war der Kader stark ausgedünnt. Dennis Ladwig, Peterson Appiah, Patryk Galoch, Oskar Fijalkowski, Leon Gehrt, Julian Schultze, Jacob Philippen und Tobias Teetz waren zum Zuschauen verurteilt.
Siedenbollentin spielte mit: Krause, Tiede, Hartig, Keil, Kortüm, Selchow, Klimko, Knechtel, Kliefoth, Möller (66. Müller), Eidtner (71. Harsch).



