Deutschland verliert im bedeutungslosen WM-Gruppenspiel gegen Ecuador mit 1:2. Besonders das zweite Gegentor sorgt für Diskussionen, bei dem Manuel Neuer (40) unglücklich agiert. Nach einer Ecke verlängert Rodríguez den Ball mit dem Kopf. Neuer ist bereit, will den Ball schnappen, doch Plata hält den Fuß dazwischen. Neuer kann den Ball nicht fangen, und er landet im Tor. BILD hatte nach Abpfiff unter anderem geschrieben: „Neuer greift ins Leere!“
Neuer weist Schuld von sich
Ein Torwartfehler? „Ne!“, sagt Neuer entschieden auf die Frage. Der Weltmeister von 2014 erklärt: „Weil das eine ganz normale Kopfballverlängerung ist und ich dann versuche, den Ball zu fangen. Also eine ganz normale Situation. Jeder Torwart, der schon mal gespielt hat, der weiß, dass ich mich so zu dem Ball hinstellen und den versuchen muss, auch so zu fangen.“
Neuer zieht einen Vergleich zu seinen Mitspielern: „Das ist wie, wenn ein Spieler zum Ball geht und der eine, der kommt halt mit der Fußspitze vor dem anderen dran. Und ich schaue natürlich auf die Verlängerung, auf das, was da vorne passiert. Der kann ihn überall hin verlängern, und dementsprechend orientiere ich mich natürlich gerade an dieser Verlängerung und schaue auf den Ball, versuche, den einfach zu fangen. Ich sehe ihn natürlich von hinten ja auch gar nicht. Ich muss auf das schauen, was vor mir passiert, wo der Ball ist und was mit dem Ball passiert.“
Neuer verteidigt seine Aktion
Für Neuer gab es deshalb nur eine richtige Lösung: „Und deshalb wollte ich ihn einfach nur fangen. Das wäre auch die sicherste Lösung gewesen. Wenn ich anfange, im Fünfer auf Höhe der Brustwarze die Bälle herumzupatschen, dann wäre es möglicherweise ein Eigentor gewesen. Also, auf gar keinen Fall.“
Sein Teamkollege Jonathan Tah (30) pflichtet Neuer bei: „Ich glaube, dass man keinem einen Vorwurf machen kann.“



