Nach der überraschenden 1:2-Niederlage gegen Ecuador steht die deutsche Nationalmannschaft im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 vor einem weiteren südamerikanischen Duell: Gegner ist Paraguay, das sich in der Gruppenphase als zweiter der Gruppe F qualifizierte. Der Schock über die Pleite sitzt tief, doch die Statistik gibt Anlass zur Hoffnung: In den letzten fünf Begegnungen mit Paraguay gewann Deutschland dreimal bei zwei Unentschieden. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat einen detaillierten Matchplan entwickelt, der auf die Schwächen des Gegners abzielt.
Die personelle Aufstellung: Kimmich, Sané und Wirtz als Schlüssel
Nagelsmann plant, Joshua Kimmich im zentralen Mittelfeld einzusetzen, um das Spiel zu lenken und schnelle Umschaltmomente einzuleiten. Leroy Sané und Florian Wirtz sollen über die Flanken für Tempo und Torgefahr sorgen. „Wir müssen Paraguays Abwehr mit Geschwindigkeit und Beweglichkeit überlisten“, erklärte Nagelsmann laut Mannschaftskreisen. Jamal Musiala wird voraussichtlich als hängende Spitze agieren, um die Lücken zwischen den Innenverteidigern zu nutzen. Die Defensive um Antonio Rüdiger und Jonathan Tah muss besonders auf die Konterstärke Paraguays achten.
Paraguays Stärken und Schwächen: Wo die Abwehr wackelt
Paraguay zeigte in der Gruppenphase eine solide Defensive, die jedoch bei schnellen Kombinationen über die Flanken anfällig ist. „Ihre Innenverteidiger haben Probleme mit temporeichen Angriffen über die Seiten“, analysierte ein Scout des DFB-Teams. Besonders die rechte Abwehrseite gilt als Schwachstelle, da der Linksverteidiger oft offensiv mitläuft. Zudem kassierte Paraguay in den letzten drei Spielen fünf Gegentore, vor allem nach Standardsituationen. Deutschland will genau hier ansetzen: Mit präzisen Eckbällen und Freistößen von Kimmich soll Druck erzeugt werden.
Rüdigers und Tahs Schlüsselrolle gegen Paraguays Topstürmer
Das größte offensive Potenzial Paraguays liegt im Sturmzentrum, angeführt von Carlos González, der in der Qualifikation sieben Tore erzielte. Rüdiger und Tah müssen ihn konsequent doppeln und ihm den Rücken zum Tor versperren. „González ist kopfballstark und gefährlich im Strafraum“, warnte Nagelsmann. Die deutsche Innenverteidigung darf sich keine Aussetzer erlauben, da Paraguay auch aus wenigen Chancen Tore erzielen kann. Im Mittelfeld soll Kimmich die gegnerischen Spielmacher früh attackieren, um den Spielaufbau zu stören.
Der Matchplan im Detail: So will Nagelsmann Paraguay knacken
Die Strategie sieht eine hohe Pressinglinie vor, um Paraguay zu Fehlpässen zu zwingen. Nach Ballgewinnen soll schnell in die Spitze gespielt werden, wobei Sané und Wirtz die Außenverteidiger in Eins-gegen-Eins-Situationen bringen. Musiala und der zentrale Stürmer (voraussichtlich Niclas Füllkrug) sollen die Schnittstellen suchen. „Wir müssen geduldig sein, aber auch mutig nach vorne spielen“, betonte Nagelsmann. Bei gegnerischen Angriffen ist eine kompakte Defensive mit schnellem Umschalten auf Konter geplant. Standardsituationen werden intensiv trainiert, da Paraguay hier verwundbar ist.
Fazit: Deutschland ist gewarnt, aber optimistisch
Trotz der Niederlage gegen Ecuador geht Deutschland als Favorit in die Partie. Die Mannschaft hat die Fehler analysiert und will mit einer klaren Taktik Paraguay bezwingen. „Wir wissen, was wir zu tun haben“, sagte Kapitän İlkay Gündoğan. Mit der richtigen Einstellung und der Umsetzung des Matchplans soll der Einzug ins Viertelfinale gelingen. Fans und Experten sind gespannt, ob Nagelsmanns Strategie aufgeht.



