Nach der ersten Niederlage der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft hat Bundestrainer Julian Nagelsmann klargestellt, dass er keine radikalen Umstellungen plant. Insbesondere schloss er eine Versetzung von Kapitän Joshua Kimmich ins Mittelfeld für das anstehende K.-o.-Spiel aus. Das Team hatte am Mittwoch im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador mit 1:2 verloren, was jedoch aufgrund der bereits feststehenden Tabellensituation keine Auswirkungen auf den Einzug in die K.-o.-Phase hatte.
Nagelsmann setzt auf Kontinuität im Mittelfeld
Auf der Pressekonferenz in East Rutherford betonte Nagelsmann, dass er weiterhin auf die Mittelfeldspieler Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha vertraue. „Ich will auf Felix und Pavlo nicht verzichten. Ich finde, dass sie es gut machen. Im Fußball kann man nichts ausschließen, aber ein Wechsel ist akut nicht geplant“, sagte der Bundestrainer mit Blick auf das Sechzehntelfinale, das am Montag in Foxborough gegen einen noch nicht feststehenden Gruppendritten stattfindet.
Kimmich selbst äußerte sich gelassen zu der Entscheidung: „Das ist einzig und alleine die Entscheidung des Trainers. Und wo er das Gefühl hat, wo ich am besten weiterhelfen kann. Da spiele ich dann.“ Nagelsmann erklärte, dass Kimmich bei der Heim-EM 2024 ein herausragender Rechtsverteidiger gewesen sei und in Ballbesitz ohnehin oft ins Mittelfeld rücke.
Geplante Auswechslung und Spielzeitverteilung
Die Auswechslung des Kapitäns nach einer Stunde Spielzeit gegen Ecuador war laut Nagelsmann abgesprochen und geplant. „Jo hatte eine sehr anstrengende Saison bei Bayern“, erläuterte der Chefcoach. Alle Wechsel seien so gewählt worden, um die Spielzeiten sinnvoll zu verteilen. Es gehe nun ausschließlich darum, „am Montag alles reinzulegen, um die nächste Runde zu erreichen“. Im Achtelfinale könnte danach Frankreich der Gegner sein.
Angepasste Vorbereitung und positive Personalie
Wegen der kurzen Zeitspanne von nur vier Tagen bis zum ersten K.-o.-Spiel passt Nagelsmann die Abläufe in der Spielvorbereitung an. Der zweite Tag nach der Partie wird diesmal nicht komplett frei sein. „Wir werden schon trainieren, weil wir nicht so viel Zeit haben“, kündigte der Bundestrainer an. Am Sonntag reist der DFB-Tross nach Boston.
Eine gute Personal-Nachricht gab es ebenfalls: Der Frankfurter Nathaniel Brown, der wegen Adduktorenproblemen gegen Ecuador pausierte, sollte bis Montag wieder fit sein. „Ich gehe davon aus, dass er wieder spielen kann“, so Nagelsmann. Der Leipziger David Raum, der gegen Ecuador als linker Verteidiger eingesetzt wurde, konnte laut Nagelsmann nicht vollends überzeugen.



