FC Lok Leipzig vor großen Investitionen für die 3. Liga
Sportlich läuft es für den FC Lok Leipzig ausgezeichnet, doch der Weg in die 3. Liga stellt den Verein vor enorme infrastrukturelle Herausforderungen. Neben den sportlichen Aufstiegsspielen gegen den Süd-Meister müssen umfangreiche bauliche Maßnahmen umgesetzt werden, um die Lizenz für die dritte Liga zu erhalten.
Millionschwere Modernisierungen bereits umgesetzt
Bereits im Sommer wurden umfangreiche Investitionen in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro getätigt. Unter dem Spielfeld wurde eine moderne Rasenheizung installiert, eine neue Bewässerungsanlage eingebaut und Rollrasen verlegt. Hinter der Gegengerade entstand ein TV-Turm, neue Trainerbänke wurden angeschafft und der Gästeblock erhielt die für die 3. Liga vorgeschriebene Anzahl an Sitzplätzen.
Denkmalgeschützte Holztribüne als größte Hürde
Das größte Problem stellt jedoch die denkmalgeschützte Holztribüne aus dem Jahr 1922 dar. Trotz umfangreicher Renovierungsarbeiten in den vergangenen Jahren äußert der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erhebliche Brandschutzbedenken. Der Verein muss nun reagieren und alle 1.200 Schalensitze durch neue Sitze der Brandklasse 1 ersetzen.
Zusätzliche Brandschutzmaßnahmen umfassen:
- Verlegung von Brandschutzteppichen an allen noch nicht abgedeckten Bereichen
- Anstrich der Unterkonstruktion mit spezieller Brandschutzfarbe
- Erneuerung und Anpassung von Teilen der Flutlichtanlage
Weitere notwendige Investitionen
Neben den Brandschutzmaßnahmen müssen weitere Voraussetzungen für die 3. Liga erfüllt werden. Ein Container für einen neuen Pressearbeitsraum wird aufgestellt und hinter der Gegengerade muss eine Betonbodenplatte für TV-Übertragungsfahrzeuge gegossen werden. Für diese zusätzlichen Maßnahmen werden weitere 250.000 Euro benötigt.
Finanzierung durch innovative Fanaktionen
Um diese Investitionen stemmen zu können, startet der FC Lok Leipzig die Kampagne LEIPZIG KOMMT!. In den kommenden Wochen und Monaten werden verschiedene innovative und kreative Fanartikel angeboten, deren Einnahmen direkt in die Stadioninfrastruktur fließen. Ein volles Stadion bei den Heimspielen kann ebenfalls zur Finanzierung beitragen - beim bevorstehenden Spiel gegen Erfurt wurden bisher 5.100 Tickets verkauft.
Mit diesen umfangreichen Maßnahmen hofft der Verein, alle Voraussetzungen für die 3. Liga zu erfüllen und den langersehnten Aufstieg zu schaffen. Die denkmalgeschützte Tribüne von 1922 wird dabei zwar modernisiert, aber in ihrer historischen Substanz erhalten bleiben.



