WM-Drama: Kalajdzic rettet Österreich in letzter Sekunde gegen Algerien
Kalajdzic rettet Österreich in letzter Sekunde gegen Algerien

Was für ein verrücktes Spiel! Österreich verspielt gegen Algerien zwei Führungen, kassiert in der Nachspielzeit das 2:3 von Riyad Mahrez (90.+3) und steht damit vor dem WM-Aus. Doch dann rettet Sasa Kalajdzic Sekunden vor Schluss der Elf von Nationaltrainer Ralf Rangnick doch noch das 3:3 (90.+6) und den Einzug in die K.o.-Runde. Damit sichern sich die Österreicher Platz 2 in Gruppe J und treffen im Sechzehntelfinale am kommenden Donnerstag (21 Uhr) in Los Angeles auf Spanien. Auch Algerien reicht das Remis, um als einer der acht besten Gruppendritten in die K.o.-Runde einzuziehen. Gegner im Sechzehntelfinale: die Schweiz (Freitag, 5 Uhr in Vancouver).

Kurioses Eckfahnentor sorgt für Wirbel

Dabei kommt es kurz vor der Pause zum wohl kuriosesten Tor dieser WM. Denn bei dem Algerien-Ausgleich hilft die Eckfahne mit und rettet Algerien vor dem WM-Aus. Mainz-Profi und Österreich-Verteidiger Philipp Mwene (32) will die Kugel ins Aus gehen lassen. Doch der Ball bleibt unter Mithilfe der Eckfahne im Spiel. Im Anschluss erzielt Algerien den Ausgleich. In der 45. Minute: Ösi-Verteidiger Mwene will einen langen Ball ins Aus gehen lassen. Doch dann rollt die Kugel genau gegen die Eckfahne und bleibt so im Spiel. Über Algerien-Kapitän Riyad Mahrez kommt die Kugel zu Rafik Belghali, der mehrere Gegner austanzt und ins kurze Eck trifft – 1:1. Ohne das völlig kuriose Eckfahnen-Tor hätte Algerien das Spiel verloren und wäre in der Vorrunde ausgeschieden.

Österreich geht zweimal in Führung

Zuvor gehen die Österreicher aus dem Nichts in Führung: Nach einem langen Ball von David Alaba ist Marko Arnautovic völlig frei durch und bugsiert die Kugel ins Netz – 1:0 (28.). Nach dem kuriosen Eckfahnen-Ausgleich bringt BVB-Star Marcel Sabitzer das Team von Trainer Ralf Rangnick in der zweiten Hälfte wieder in Führung (55.). Doch kurz darauf schlägt Algerien zurück und trifft durch Mahrez zum 2:2 (60.).

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Sorgen vor „Schande von Kansas City“

Vor Anpfiff gab es Sorgen, dass es 44 Jahre nach der „Schande von Gijón“ zur „Schande von Kansas City“ kommen könnte. Hintergrund: Bei der WM 1982 hatten Deutschland und Österreich in Gijón (Spanien) für einen der größten WM-Skandale gesorgt. Denn nach der frühen Führung durch Horst Hrubesch stellten beide Mannschaften das Spielen ein und schoben sich den Ball bis zum Schlusspfiff nur noch hin und her. Denn mit dem 1:0 war klar, dass beide weiterkommen. Leidtragende war damals Algerien. Den Nordafrikanern fehlte am Ende ein Tor für den Einzug in die zweite Finalrunde. Genau das hätte sich jetzt wiederholen können. Dieses Mal allerdings mit Algerien in einer möglichen Täter-Rolle. Denn Österreich und Algerien reicht ein Remis für den Einzug in die K.o.-Runde. Doch das Spiel ist lange alles andere als ein Nichtangriffspakt. Beide Teams spielen mit offenem Visier voll auf Sieg. Nur in der zweiten Hälfte riskieren beide Teams teilweise kaum noch etwas. Doch dann kommt die völlig verrückte Schlussphase mit den zwei ganz späten Toren.

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