WM 2026: Iran scheitert als Gruppendritter – Österreich rettet sich in letzter Sekunde
WM 2026: Iran scheitert als Gruppendritter – Österreich rettet sich

Iran verpasst historische Chance

Der Iran hat bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 den erstmaligen Einzug in die K.o.-Runde knapp verpasst. Als Gruppendritter mit drei Punkten aus drei Unentschieden belegte das Team in der Tabelle der besten acht Dritten den undankbaren neunten Platz. Ausschlaggebend war der späte Ausgleichstreffer Österreichs im letzten Gruppenspiel gegen Algerien, der den Iran endgültig aus dem Rennen warf.

Dramatischer letzter Vorrundenspieltag

Am letzten Tag der Vorrunde, der sich über vier Tage erstreckte, entschieden sich die letzten vier offenen Plätze für die Zwischenrunde. Österreich und Algerien benötigten im finalen Gruppenspiel ein Unentschieden, um beide weiterzukommen. Das Spiel endete tatsächlich 3:3 – der Ausgleich fiel in der sechsten Minute der Nachspielzeit. Österreich sicherte sich damit den nötigen Punkt und Platz zwei in der Gruppe J, während Algerien als Sechster der Dritten-Tabelle ebenfalls weiterkam. Bei einer Niederlage Österreichs wäre das Team aufgrund der schlechteren Tordifferenz ausgeschieden.

Der Iran, der bis zuletzt auf sein erstes WM-Achtelfinale hoffte, wurde durch den späten Treffer Österreichs auf Platz neun der Dritten-Rangliste verdrängt. Drei Punkte und eine Tordifferenz von −1 reichten nicht. Eine um drei Tore bessere Differenz oder ein zusätzlicher Punkt hätten den Iran ins Achtelfinale gebracht.

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Regelwerk der Gruppendritten-Wertung

Durch die Aufstockung der WM auf 48 Teams führt die FIFA eine zusätzliche K.o.-Runde vor dem Achtelfinale ein. Neben den zwölf Gruppensiegern und zwölf Zweitplatzierten qualifizieren sich die acht besten Gruppendritten. Alle zwölf Teams auf Rang drei bilden eine separate Tabelle, in der zunächst die Punkte, dann die Tordifferenz zählen. Die Abschlusstabelle der Gruppendritten zeigt: Qualifiziert sind unter anderem Algerien, Schweden, Ghana, Ecuador, Bosnien-Herzegowina, die USA, die Schweiz und Senegal. Ausgeschieden sind neben dem Iran auch Schottland, Südkorea und weitere Teams.

Späte Spiele als Vorteil

Der Trend, dass späte Gruppenspiele vorteilhaft sind, setzte sich fort. Südkorea und Schottland beendeten ihre Vorrunde bereits am Donnerstag (Ortszeit) mit je einem Sieg und zwei Niederlagen. Da sie keine Referenz hatten, wie viele Punkte als Dritter nötig sein würden, standen sie im Nachteil. Später spielende Teams wie Algerien und Österreich konnten ihre Taktik anpassen. Dieser Effekt war bereits bei den Europameisterschaften mit ähnlichem Modus zu beobachten.

K.o.-Runde: Deutschland trifft auf Paraguay

Insgesamt gab es 495 mögliche Varianten für die Verteilung der Gruppendritten auf die Zwischenrunden-Gegner. Am Ende entschied die Variante 67: Deutschland als Sieger der Gruppe E trifft auf Paraguay. Weitere Duelle der Gruppendritten sind: DR Kongo gegen England, Schweden gegen Frankreich, Ghana gegen Kolumbien, Ecuador gegen Mexiko, Bosnien-Herzegowina gegen die USA, Algerien gegen die Schweiz und Senegal gegen Belgien. Die restlichen Achtelfinal-Paarungen: Südafrika gegen Kanada, Niederlande gegen Marokko, Portugal gegen Kroatien, Spanien gegen Österreich, Brasilien gegen Japan, Elfenbeinküste gegen Norwegen, Argentinien gegen Kap Verde und Australien gegen Ägypten.

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