Am Mittwoch starten die HSV-Frauen in ihre Mammut-Vorbereitung. Siebeneinhalb Wochen hat Trainer Rodolfo Cardoso (57) Zeit, um seine Truppe für den Bundesliga-Start in Form zu bringen. Das Ziel ist klar: Nach der Zitter-Saison mit dem späten Trainer-Wechsel – Cardoso ersetzte für die letzten vier Spiele Liese Brancao – wollen die Hamburgerinnen eine ruhigere Runde spielen.
Cardoso bleibt Chef – Trainerteam erweitert
Während Cardoso noch mal ein paar Tage nach Mallorca düste, bestätigte der Klub am Wochenende auch offiziell, dass er das Projekt anführen soll. Eren Sen (41), Phil Nabaoui (34) und Soner Uysal (48) unterstützen den Ex-Profi weiterhin. Philipp Meister (25) kommt vom VfB Stuttgart und löst Sascha Kirschstein (46) als Torwart-Trainer ab.
„Wir wollen ein Team formen, das bereit ist, füreinander zu arbeiten und sich jeden Tag verbessern will. Genau diese Mentalität brauchen wir, um erneut in der Bundesliga zu bestehen“, sagt Cardoso.
Bereits vier Neuzugänge – Niederländerin Obispo kommt
Aktuell verpflichtet der HSV im Akkord neues Personal. Nach Sylwia Matysik (29/1. FC Köln), Andrea Svibkova (21/Linzer ASK) sowie Leila Peneau (24/SKN St. Pölten) nahm der Bundesligist jetzt die niederländische Abwehrspielerin Celainy Obispo (25) von Feyenoord Rotterdam unter Vertrag. Dort war sie Kapitänin.
Huwer: Prozess war offen – Cardoso überzeugte
Cardoso hatte nach seiner Amtsübernahme im April schnell eine gute Chemie zu seiner Mannschaft entwickelt. Er sagt: „Mir hat es gut gefallen.“ Trotzdem hatten die Bosse zunächst den Trainerinnen-Markt sondiert. Vorstand Eric Huwer (42): „Der Prozess war offen angelegt und es ist kein Geheimnis, dass wir uns intensiv mit unterschiedlichen Profilen beschäftigt haben. Unser Ausgangspunkt war schließlich auch, dass Rodolfo wieder seine Aufgaben in unserem Nachwuchsleistungszentrum übernimmt.“
Und weiter: „Am Ende war jedoch allein entscheidend, wer das bestehende Team und die Neuzugänge schnell zu einer Mannschaft formen und sportlich sowie menschlich am besten weiterentwickeln kann. Daher haben wir in unserem Entscheidungsprozess auch das Gespräch mit Rodolfo und seinem Team gesucht.“
Herausforderung: Aufstieg finanzkräftiger Klubs
Die Aufgabe wird herausfordernd. Mit dem VfB Stuttgart und Mainz 05 steigen zwei finanzkräftige Vereine in die Frauen-Bundesliga auf. Heißt: Zwölf Männer-Bundesligisten und zwei -Zweitligisten (Wolfsburg, Nürnberg) bilden die 14er-Liga.



