Peter Görlich (59), CEO von Hertha BSC, hat die „größte Transformation“ im deutschen Fußball angekündigt – einen tiefgreifenden Wandel. Die Fans warten jedoch sehnsüchtig auf Neuzugänge. Zum Trainingsstart äußerte sich Görlich zur aktuellen Lage des Klubs und zu wichtigen Personalien.
Torwart Tjark Ernst: Begehrlichkeiten geweckt
„So ein Torhüter, der in jungen Jahren so eine Ausstrahlung hat, weckt Begehrlichkeiten“, sagte Görlich über Tjark Ernst (22). Der Saisonbeste der Hertha kann den Klub für eine Ablösesumme von fünf Millionen Euro verlassen. „Er weiß aber auch, was er an uns hat, welche Position er hier einnehmen kann. Wir werden sehen, wie die Parteien entscheiden. Wir sind vorbereitet, fallen nicht in ein tiefes Loch“, betonte der CEO.
Reese-Wechsel zu Wolfsburg: Nüchterne Bilanz
Zum Abgang von Fabian Reese zu Wolfsburg erklärte Görlich: „Fabian hat bei Hertha drei gute Jahre gehabt. Der Plan, dass er der Aufstiegskapitän ist, ist leider nicht aufgegangen. Er hat mit sich gerungen, was das Beste für ihn ist. Ich bin sehr nüchtern. Ich kann die Fanseele verstehen. Aber ich kann nicht verstehen, wenn man in kürzester Zeit alles in Schutt und Asche tritt. Wir sind sehr zufrieden damit, was wir mit ihm finanziell erlöst haben.“
Neuzugänge und Kaderplanung
Auf die Frage nach neuen Spielern antwortete Görlich: „Wir haben hier einen guten Trainingskader zusammen. Bei den elf Abgängen sind auch Spieler dabei, die bei uns keine tragende Rolle gespielt haben. Wir wollen den Berliner Weg auf dem Platz zeigen. Dadurch ergeben sich Möglichkeiten für einige Talente, die ihren Job in der Akademie gut gemacht haben.“
Finanzielle Situation und Ausblick
Görlich machte deutlich, dass Hertha nicht auf Rosen gebettet ist: „Vor drei Jahren hat dieser Klub existenzielle Probleme gehabt. Deshalb gehen wir jetzt Schritt für Schritt. Es ist nicht mehr so, wie es vielleicht mal gewesen ist. Hertha ist kein Verein, der auf Rosen gebettet ist.“
Co-Trainer-Frage noch offen
Zur Besetzung des Co-Trainer-Postens sagte der CEO: „Wir erwarten in den nächsten Tagen eine Entscheidung. Wir suchen jemanden, der in allen Phasen einen Einfluss aufs Spiel nehmen kann. Es wird noch jemand zum Trainer-Team dazukommen.“



