Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr letztes Gruppenspiel der WM-Endrunde überraschend mit 1:2 (1:1) gegen Ecuador verloren. Trotz einer frühen Führung durch ein Tor von Niclas Füllkrug in der ersten Minute kassierte die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann noch vor der Pause den Ausgleich und in der zweiten Halbzeit den entscheidenden Treffer durch Gonzalo Plata. Die internationale Presse reagiert mit Erstaunen und teils scharfer Kritik.
Historischer Sieg für Ecuador
Die ecuadorianische Zeitung „El Universal“ spricht von einem „historischen Sieg“, der den Einzug ins Sechzehntelfinale bedeute. „El Mercurio“ betont, Ecuador habe „seine Fans zittern lassen“, aber am Ende verdient gewonnen. Die mexikanische „Esto“ schreibt: „Ecuador hat geschafft, was unmöglich schien.“ Die Südamerikaner hätten sich damit einen Platz unter den besten Gruppendritten gesichert.
Englische Presse: Neuer-Patzer beendet Siegesserie
Die britische „Daily Mail“ hebt hervor, dass ein Patzer von Torwart Manuel Neuer die deutsche Siegesserie von elf Spielen beendet habe. „The Sun“ ergänzt, Ecuador habe trotz eines „buchstäblichen frühen Tritts ins Gesicht“ seine WM-Hoffnungen gewahrt. Der „Telegraph“ titelt: „Ecuador schockt Deutschland“ und lobt das dramatische Comeback.
Italienische und spanische Stimmen
Die italienische „Gazzetta dello Sport“ feiert Ecuadors Sieg und den Einzug ins Sechzehntelfinale, kritisiert aber Neuers Unsicherheit. „Corriere dello Sport“ spricht von einer „Sensation“ und einem „wunderschönen Märchen“. Die spanische „Marca“ bezeichnet Platas Treffer als „Golden Goal“ und urteilt, Deutschland sei das Etikett „Titelanwärter“ zu groß. „AS“ nennt Ecuador „heldenhaft“ und die deutsche Mannschaft „desolat“.
Französische und österreichische Reaktionen
„L'Equipe“ aus Frankreich stellt fest: „Ecuador gelingt ein Coup gegen Deutschland“ und rät den Deutschen, das Spiel schnell zu vergessen. „Le Parisien“ lobt die Leistung von Pacho und seinen Teamkollegen. „Le Figaro“ spricht von einer „XXL-Leistung“ der Südamerikaner. Die österreichische „Kronen-Zeitung“ fasst zusammen: „Schwache Deutsche gehen gegen Ecuador k.o.“
Schweizer und dänische Perspektive
Der Schweizer „Blick“ sieht trotz des Gruppensiegs Sorgen: „Undav-Frage, Neuer-Debatte – und ein gereizter Nagelsmann.“ Die dänische „B.T.“ kritisiert, Deutschland hätte sich im hitzigen Spiel „viel Energie sparen können“ und steht nun vor einem „Alles-oder-Nichts-Spiel“ im Sechzehntelfinale.
Niederländische Stimmen
Das niederländische „AD“ spricht von einer „überraschenden Niederlage“ und „De Telegraaf“ von einem „knappen Sieg“, bei dem Ecuador „aufatmet“. Die internationale Presse ist sich einig: Ecuador hat Geschichte geschrieben, Deutschland muss sich steigern.



