Sinner und Djokovic überstehen Wimbledon-Auftakt mit Mühe
Sinner und Djokovic zitternd in Runde zwei in Wimbledon

Titelverteidiger Jannik Sinner und Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic haben ihre Auftaktaufgaben in Wimbledon nur mit Zittern überstanden. Der Weltranglisten-Erste Sinner musste nach einem Schreckmoment über fünf Sätze gehen, ehe sein Zweitrunden-Einzug perfekt war. Trotz eines zweimaligen Satz-Rückstands und eines Sturzes setzte sich der Italiener mit 4:6, 6:3, 6:7 (6:8), 6:2, 6:3 gegen Miomir Kecmanovic aus Serbien durch.

Djokovic vom Niveau überrascht

Rekord-Grand-Slam-Sieger Djokovic wurde beim 6:4, 5:7, 6:4, 6:4 gegen den Chinesen Wu Yibing ebenfalls auf eine harte Probe gestellt. Der Chinese setzte ihn erheblich unter Druck und zog die Zuschauer auf seine Seite. „Es fühlte sich sehr herausfordernd heute an. Wu verdient einen großen Applaus für diese unglaubliche Leistung“, sagte Djokovic. Er sei glücklich, aber nicht gerade frisch, ergänzte er. Mehrfach hatte sich der Serbe während der Partie an den Rücken gefasst, sich gedehnt und gestreckt.

Wu habe ihn mit seinem Level überrascht. „Es fühlte sich nicht wie die erste Runde an“, fuhr der siebenmalige Wimbledonsieger vor den Augen des früheren englischen Fußballstars David Beckham fort. Beckham hatte sich zuvor auch die Erstrundenpartie von Sinner nicht entgehen lassen.

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Sinner am Boden

Dem Vorjahreschampion drohte nach dem dramatischen Scheitern in Paris zwischenzeitlich auch beim Rasenklassiker ein frühes Aus. Bei den French Open war Sinner bei großer Hitze körperlich eingebrochen und nach 2:0 Sätzen und einem 5:1 im dritten sensationell in der zweiten Runde gescheitert. Bei deutlich angenehmeren Temperaturen im Londoner Südwesten hatte Sinner gegen einen gut aufspielenden Kecmanovic lange Probleme. Im Tiebreak des dritten Durchgangs wehrte Kecmanovic einen Satzball des Topfavoriten spektakulär ab und brachte Sinner dann mit dem zweiten Satzgewinn in Bedrängnis. Die fehlende Matchpraxis war dem Italiener anzumerken.

Zuvor erlebte Sinner bei 2:2 im dritten Abschnitt einen Schreckmoment. Der Vorjahreschampion rutschte auf dem Rasen aus, fiel vorn auf die Knie und fasste sich an die Hüfte. Doch der 24-Jährige konnte ohne Behandlungspause weiterspielen. „Ich bin sehr glücklich, dass ich es gedreht habe“, sagte Sinner im Siegerinterview. Er sei zu Beginn ein bisschen angespannt gewesen. An seinem Schuh hatte sich derweil ein roter Fleck gebildet, der wie Blut aussah. „Nein, nein, mir geht es gut“, beschwichtigte er. Es sehe schlimmer aus, als es ist.

Ausblick auf die nächsten Runden

Sein nächster Gegner ist Nuno Borges aus Portugal. Djokovic bekommt es nun mit dem früheren Top-Ten-Spieler Stefanos Tsitsipas aus Griechenland zu tun.

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