Das monatelange Bangen um den Verbleib in der Basketball-Bundesliga hat für die Veolia Towers Hamburg ein dramatisches Ende gefunden. Dank eines 91:86 (80:80, 43:36)-Erfolgs nach Verlängerung gegen die Rostock Seawolves steht bereits vier Spieltage vor Schluss der Hauptrunde fest, dass die Hamburger nicht mehr absteigen können – und das nach einem Saisonstart mit 19 Pflichtspiel-Niederlagen in Serie.
Erleichterung nach dem Abpfiff
Entsprechend groß war die Erleichterung bei den Verantwortlichen und Spielern. Cheftrainer Benka Barloschky sagte: „Ich habe erst nach dem Spiel realisiert, was der Sieg bedeutet.“ Der 48-Jährige fügte hinzu: „Ich bin einfach heilfroh, dass wir nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben.“
Eine bemerkenswerte Wende
Gerade mit Blick auf die erste Saisonhälfte ist die vorzeitige Rettung bemerkenswert. So waren dem Erstrunden-Aus im Pokal acht teilweise deutliche Niederlagen in der Bundesliga gefolgt. Zudem verloren die Towers auch die ersten zehn Eurocup-Begegnungen. Erst im Dezember endete diese Horrorserie des damaligen Tabellenletzten mit einem 99:80 gegen Alba Berlin.
Nach mittlerweile 30 absolvierten Ligaspielen haben die Towers 13 Siege auf ihrem Konto – darunter auch einen gegen Titelverteidiger FC Bayern München. „Sich da herauszuarbeiten, die Ruhe zu bewahren, einen Schritt vor den anderen zu machen und nicht in komplette Panik zu verfallen, weil der Druck von außen so unglaublich steigt: Das ist eine ganz besondere Leistung“, lobte Barloschky. Der Coach wurde trotz der 0:19-Bilanz nicht entlassen, sondern durfte bei den Towers weiterarbeiten.
Playoffs noch möglich
Rechnerisch können die Hamburger nun sogar noch Sechster werden und sich direkt für die Playoffs qualifizieren. Barloschky zeigte sich jedoch zurückhaltend: „Ich habe keine Ahnung, wie das nach oben aussieht und was noch passieren kann. Ich bin einfach heilfroh, dass wir nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben.“



