Kein Smartphone für Djokovic-Kinder: Eine bewusste Entscheidung
Novak Djokovic, der serbische Tennisstar und siebenfache Wimbledon-Sieger, bleibt in der Handy-Diskussion mit seinen Kindern konsequent. Sein Sohn Stefan (11) und seine Tochter Tara (8) besitzen kein eigenes Smartphone. In Wimbledon, wo er am Montag sein erstes Match bestreitet, erklärte der 39-Jährige die Beweggründe für diese Entscheidung, die er gemeinsam mit seiner Frau Jelena getroffen hat.
„Wenn alle ihre Freunde eines haben, wollen sie es natürlich auch. Das ist eine schwierige Situation für mich und meine Frau“, sagte Djokovic in London. „Gleichzeitig sind wir fest davon überzeugt, dass vor einem bestimmten Alter der Umgang mit Bildschirmen meiner Meinung nach eher schädlich als nützlich ist. Daran halten wir uns also.“
Der Zwiespalt eines Vaters zwischen Schutz und moderner Technologie
Bereits mehrfach hat sich Djokovic in der Vergangenheit zum Handyverbot für seine Kinder geäußert. Angesichts der sich rasant entwickelnden Technologie mache er sich „ständig Gedanken“ darüber, wie man die Kinder schützen und gleichzeitig grundlegende Bedürfnisse erfüllen könne, sagte der Rekordsieger von 24 Grand-Slam-Titeln vor dem Wimbledon-Auftakt.
„Das ist natürlich nicht einfach“, räumte der 39-Jährige ein. „Es ist überall um sie herum. Wir versuchen, das zu kontrollieren, was wir in gewisser Weise kontrollieren können, zumindest, solange sie noch sehr jung sind.“ Djokovic betonte, dass die Entscheidung nicht aus Ablehnung gegenüber Technologie resultiere, sondern aus dem Wunsch, die Kindheit seiner Kinder so unbeschwert wie möglich zu gestalten.
Experten unterstützen Djokovics Ansatz: Bildschirmzeit für Kinder begrenzen
Djokovics Haltung deckt sich mit Empfehlungen vieler Kinderärzte und Psychologen, die eine Begrenzung der Bildschirmzeit für Kinder unter 12 Jahren empfehlen. Studien zeigen, dass übermäßige Nutzung von Smartphones und Tablets negative Auswirkungen auf Schlaf, Konzentration und soziale Fähigkeiten haben kann. Der Tennisprofi selbst ist bekannt für seine disziplinierte Lebensweise, die auch eine bewusste Mediennutzung einschließt.
In Wimbledon, wo Djokovic als Titelverteidiger an den Start geht, richtet sich der Fokus jedoch wieder auf den Sport. Der Serbe strebt seinen achten Titel in Wimbledon an und könnte damit den Rekord von Roger Federer einstellen. Doch auch abseits des Platzes bleibt die Vaterrolle ein zentrales Thema für ihn.



