DDR-Zeitkapsel: Thüringer lebt wie 1975 in originaler Einrichtung
DDR-Zeitkapsel: Leben wie 1975

Leben in der DDR-Zeitkapsel: Marco Eckerts Haus wie 1975

In der Einfahrt parkt ein weißer Trabant, aber für die Zeitreise zurück in die DDR der Siebzigerjahre braucht man ihn gar nicht. Tritt man durch die Tür des Einfamilienhauses von Marco Eckert (45), steht man zwischen polierten Sprelacart-Schrankwänden, knallroten Kunststoff-Klubsesseln und wild gemusterten Tapeten. In diesem Haus riecht es nach Arbeiter- und Bauernluxus. Und das soll auch so bleiben.

Warum lebt Marco Eckert in einer DDR-Zeitkapsel?

Der Thüringer hat sich bewusst dafür entschieden, sein Haus im Originalzustand der 1970er Jahre zu belassen. Für ihn ist es eine Hommage an die Vergangenheit und ein Stück lebendige Geschichte. Die Möbel, die Tapeten, sogar die Farben – alles ist so, wie es damals war. Eckert erklärt: „Ich möchte die Atmosphäre dieser Zeit bewahren. Es ist ein Teil unserer Geschichte, den man nicht vergessen sollte.“

Ein Blick in das „Norm-Haus“

Das Haus von Marco Eckert ist ein sogenanntes „Norm-Haus“, ein typisches Einfamilienhaus aus der DDR. Die Einrichtung ist eine Mischung aus Standardmöbeln und besonderen Stücken, die man nur schwer bekommen konnte. So findet man hier einen Marmorfußboden, der im Arbeiter- und Bauernstaat eine Rarität war. Eckert erklärt: „Marmor war extrem schwer zu bekommen. Man brauchte gute Beziehungen oder musste viel Glück haben.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Wie kam man im Arbeiter- und Bauernstaat an einen Marmorfußboden?

Die Beschaffung von Luxusgütern wie Marmor war in der DDR eine Herausforderung. Oft halfen nur Kontakte oder der Tauschhandel. Marco Eckert weiß nicht genau, wie der Vorbesitzer an den Marmor kam, aber er schätzt, dass es über Beziehungen zu Handwerkern oder über den „Schwarzmarkt“ lief. Heute ist der Marmorfußboden ein absoluter Hingucker und ein Zeugnis der damaligen Verhältnisse.

Fazit: Ein Stück DDR-Geschichte zum Anfassen

Marco Eckerts Haus ist mehr als nur ein Wohnort – es ist eine Zeitkapsel, die Besucher in die 1970er Jahre zurückversetzt. Von den Möbeln über die Tapeten bis zum Auto: Alles ist originalgetreu erhalten. Der Thüringer hat sich damit ein Stück Geschichte bewahrt, das zum Nachdenken anregt und zeigt, wie das Leben in der DDR wirklich war.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration