Der Stadtrat in Allstedt hat sich bereits zum vierten Mal mit einer neuen Gebührensatzung für die kommunalen Friedhöfe befasst – und erneut keine Mehrheit gefunden. Die Hängepartie um die Friedhofsgebühren in der Stadt zieht sich damit weiter hin.
Wiederholtes Scheitern der Gebührensatzung
Bereits viermal stand die neue Friedhofsgebührensatzung auf der Tagesordnung des Stadtrates. Mal wurde sie zurückgestellt, mal mehrheitlich abgelehnt, mal zurückverwiesen. Und auch beim jüngsten Anlauf gab es keine Mehrheit. Dabei hatten die Ratsmitglieder seit dem Herbst des vergangenen Jahres sogar in zwei Klausurtagungen an der neuen Satzung gefeilt. Dennoch ist der Entwurf jetzt erneut gescheitert.
Vergleich mit Sangerhausen
Wie liegen die aktuellen Gebührensätze in Allstedt im Vergleich mit Sangerhausen? Ein Blick auf die Zahlen zeigt deutliche Unterschiede. Während in Sangerhausen die Gebühren für eine Bestattung bereits angepasst wurden, bleibt Allstedt vorerst beim alten Satz. Die Stadtverwaltung hatte eine Erhöhung der Gebühren vorgeschlagen, um die gestiegenen Kosten für die Friedhofsunterhaltung zu decken. Doch der Stadtrat konnte sich bisher nicht auf eine Einigung verständigen.
Der Friedhof in Allstedt ist parkähnlich angelegt und erfordert einen hohen Pflegeaufwand. Die Stadt muss unter anderem für die Instandhaltung der Wege, der Grünflächen und der Gebäude sorgen. Ohne eine Anpassung der Gebühren drohen langfristig finanzielle Engpässe.
Wie es nun weitergeht, ist unklar. Möglicherweise wird der Stadtrat in einer der nächsten Sitzungen erneut über die Satzung beraten. Bis dahin bleiben die Friedhofsgebühren in Allstedt vorerst unverändert.



