Im Verfahren um einen bei einer Verfolgungsjagd ums Leben gekommenen Polizisten aus Dresden hat der Beschuldigte vor dem Landgericht Cottbus erstmals Stellung zu den Anklagepunkten genommen. „Ich würde es gern ungeschehen machen“, ließ er über seinen Rechtsbeistand verlesen. Er sei sich des Leids bewusst, das er über die Angehörigen gebracht habe. „Es ist alles furchtbar.“
Einlassung des Angeklagten
Der Mann gab zu, wahrgenommen zu haben, dass er mit dem Fahrzeug einen Menschen erfasst hatte. „Ich meine, noch versucht zu haben, zu bremsen. Aber es war zu spät“, führte er in seiner Erklärung aus. „Ich dachte auch nicht, dass jemand aussteigen würde.“
Hintergrund der Tat
Der Vorfall ereignete sich im Januar 2025 in Südbrandenburg. Der damals 32-jährige Polizeibeamte war im Einsatz, um einen sogenannten Stop-Stick – eine Art Nagelgürtel – auf der Fahrbahn zu platzieren, als der Angeklagte mit seinem Wagen ihn erfasste und tötete. Die Tat löste bundesweit große Betroffenheit aus.
Rechtliche Würdigung
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord vor, der dazu diente, eine Straftat zu verdecken. Das Urteil wird voraussichtlich am 6. Mai verkündet.



