AfD-Wahlkampf in Halle: „Abschieben, bis die Landebahn glüht“
AfD in Halle: „Abschieben, bis die Landebahn glüht“

Unter dem Protest von Hunderten Gegendemonstranten haben Spitzenpolitiker der Alternative für Deutschland (AfD) am Donnerstagabend zu einem Bürgerdialog in Halle geladen. Die Veranstaltung im Dormero-Hotel war jedoch nur schwach besucht. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund nutzte die Gelegenheit, um seine Pläne für eine mögliche Regierungsübernahme im September zu skizzieren.

Radikale Abschiebungsforderungen

Sollte er im September neuer Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt werden, kündigte Siegmund an: „Wir werden von Tag eins an abschieben, abschieben, abschieben, bis die Startbahn glüht.“ Diese Aussage stieß bei den Demonstranten vor dem Hotel auf Empörung. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um Ausschreitungen zu verhindern.

Wenig Resonanz bei Bürgern

Trotz der Ankündigung eines Bürgerdialogs blieb die Resonanz in der Bevölkerung gering. Nur wenige Gäste fanden den Weg ins Dormero. Die AfD-Spitzenkandidaten konzentrierten sich stattdessen auf ihre Kernwählerschaft und wiederholten bekannte Forderungen nach einer strengeren Migrationspolitik.

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Die Veranstaltung ist Teil des Wahlkampfes der AfD in Sachsen-Anhalt, wo die Partei bei der Landtagswahl im September 2026 erstmals den Ministerpräsidenten stellen könnte. Ulrich Siegmund gilt als Hoffnungsträger der Partei und setzt auf eine harte Linie in der Flüchtlingspolitik.

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